Die Geschichte des SC Siebnen

22.5.58 | 1. Vorstandsitzung

Vorstandssitzung vom 22. Mai 1958:

Es wurde einstimmig beschlossen, in der 2. Reihe, Richtung Nord–Süd, den zur Verfügung stehenden Platz herzurichten. Damit die angrenzenden Teilbesitzer möglichst wenig Schaden erleiden, werden 20m breite Ballfänger errichtet. Das Holz für die beiden Tore stellte Hegner Stefan, Sägewerk Galgenen, gratis zur Verfügung. Für den verantwortungsvollen Posten eines Platzwartes wurde Bucher Walter bestimmt. Für die Aktiven wurden rote Leibchen und schwarze Hosen, für die Junioren gelbe Leibchen und schwarze Hosen ausgesucht. Es wurde ein Depotgeld von Fr. 20.– festgesetzt.

Vorstandssitzung vom 11. Juli:

Die Platzfrage konnte nach hartnäckigen Verhandlungen mit den Teilbesitzern zu einem positiven Ende geführt werden. Der Platzzins, dessen Höhe noch nicht genau festgelegt ist, muss nur an Kessler Alois, Restaurant Schäfli, allein bezahlt werden. Der Vertrag mit der Leih- und Sparkasse über ein Kreditbegehren von Fr. 2000.– wurde in Anwesenheit von Herrn Mäder Walter jun. unterzeichnet.

1. Hauptversammlung vom 19. Juli:

Unter dem Traktandum Statutenänderung wurde der Art. 7 in dem Sinn abgeändert, dass der Jun.-Beitrag von Fr. 4.– auf Fr. 12.– erhöht wurde. Beim Art. 8 wurde dem Vorstand die Ermächtigung erteilt, während der Saison 1958/59 auch über Ausgaben von mehr als _Fr. 50.– selbständig zu entscheiden.

Beim Wahlgeschäft handelte es sich um Ergänzungswahlen.

Spielkommission: Casildo Notari, Präsident, dazu Kundert Paul

Spielkommission Junioren: Schenkel Heinrich und Vogt Pius

Seniorenobmann: Diethelm Juli

Trainer der 1. Mannschaft: Weibel Paul; Kapitän: Züger Robert

Juniorentrainer: Wichert Josef; Kapitän: Bucher Adolf

10.08.1958 | Platzeröffnung ... Markstein für den Sportclub Siebnen

Der 10. August 1958 darf als Markstein für den Sportclub Siebnen bezeichnet werden. Bekanntlich hat die Genossame Siebnen in sportfreundlicher Weise dem neugegründeten SC Siebnen ein geeignetes Areal für einen Sportplatz in der «Siebner Landig» zur Verfügung gestellt. In Frondienstarbeit der Mitgliedschaft wurde ein idealer Fussballplatz hergerichtet, auf dem nun am Sonntag, dem 10. August, die Eröffnungsspiele stattgefunden haben.
Den Auftakt dazu gab der Einzug unter Beteiligung der Harmoniemusik «Alpenrösli». Die kirchliche Einsegnung wurde in feierlicher Weise durch unseren verehrten Herrn Pfarrer Müller vorgenommen. Anschliessend sprach der Vizepräsident des SC Siebnen, Schuler Alois, ein gewähltes Wort zur Sportsgemeinde. Er dankte nach allen Seiten, die dazu beigetragen hatten, dass dieser Tag für die Freunde des runden Leders zu einem Freudentag geworden ist. Ein Vertreter der Region Zürich des Schweiz. Fussballverbandes überbrachte dessen Grüsse und Glückwünsche.

Als sich die beiden Junioren-Mannschaften von Uznach und Siebnen dem Einheimischen Schiedsrichter Wichert Sepp zum Kampf stellten, umsäumten rund 200 Personen das Spielfeld. Siebnen war vor allem in der zweiten Halbzeit stark überlegen und stellte mit 4:1 Toren ein vielversprechendes Endresultat her.

Mit einiger Spannung erwartete man das Haupttreffen Uznach gegen Siebnen. Schiedsrichter Bruhin Heinrich (Zürich), ein ehemaliger Siebner, war mit seinen 128 Kilo ein souveräner Leiter des Geschehens. Die Gastgeber liessen sich regelrecht überrumpeln, denn schon bald hiess es 0:2 für die Gäste. Schliesslich kehrten auch die Einheimischen ihr solides und vorab draufgängerisches Können heraus und stellten mit 5:2 das Pausenresultat her. In der 2. Spielhälfte war Siebnen drückend überlegen und drängte die Gäste, bei denen einige Senioren mitspielten, in die Verteidigung zurück. Viele schöne Spielzüge und präzise Torschüsse gaben diesem Treffen eine besondere Note. Das Endresultat lautete 13:3 für Siebnen!

1959 | Italiener im Sportclub

An der Quartalversammlung vom 25. September 1958 wurde vom Beschluss des Gemeinderates Schübelbach, der uns die Duschanlagen verdankenswert zur Verfügung stellt, mit Freude Kenntnis genommen. Es wurden alle ermahnt, durch tadellose Ordnung und anständiges Benehmen dem Club die Sympathien der Behörden und Bevölkerung zu sichern. Bis dato hat der Sportclub bereits Rechnungen von Fr. 4200.– bezahlt. Unter Verschiedenem wünscht man, dass eine Fahne gekauft werden soll.
An der Quartalversammlung vom 8. Januar 1959 gratuliert der Vize-Präsident der _1. Mannschaft für ihre Erfolge und wünscht dem gesamten Club weiterhin gutes Vorwärtskommen. Rege Diskussion löste das Traktandum «Italiener im Sportclub» aus. Die Versammlung beschliesst mit 26 zu 11 Stimmen, dass es den Italienern gestattet sei, dem Sportclub Siebnen beizutreten und sich in die bestehenden Mannschaften einzufügen.

Um der an Unterernährung leidenden Kasse ein bisschen auf die Beine zu helfen, schlägt der Vorstand vor, am Fasnachtssonntag ein humoristisches Spiel durchzuführen. Kantonsrat Diethelm Josef will sich dafür einsetzen, dass im Reglement über die Benützung der Sportanlagen der Sportclub Siebnen besser berücksichtigt wird. Sahli Werner erklärt sich bereit, die Vorunterrichtsleitung zu übernehmen.

Um die Knabenmusik finanziell zu unterstützen, beschloss man an der Quartalversammlung vom 9. April 1959, ein Freundschaftsspiel gegen den FC Heiden auszutragen und den Reinerlös den Jungmusikanten zukommen zu lassen.
 
Als neuer Vorsitzender und Nachfolger von Hürlimann Anton wurde an der Hauptversammlung vom 4. Juli 1959 mit Mehrheit Diethelm Anton gewählt. Da der Sportclub Siebnen laut Vertrag mit der Genossame verpflichtet ist, einen Platzfonds anzulegen, beantragt der Vorstand, dieses Jahr erstmals einen Betrag von Fr. 200.– bereitzustellen.

1959/60 | 1.Team Wintermeister / Gründung einer Seniorenmannschaft

An der Quartalversammlung gedenkt man des leider allzufrüh verstorbenen Gründungsmitglieds Schätti Josef und würdigt seine aufopfernde Tätigkeit für den Sportclub Siebnen. Der Gemeinde Schübelbach wird im Namen aller Mitglieder für den Strom gedankt, den sie uns gratis liefert. Betreffend Beleuchtung des Platzes hat die Genossame zugestimmt. Von der Elektro-Kommission wurde uns zugesichert, zu einem äusserst günstigen Preis einige Telefonstangen zu erhalten.

Der Vorstand bewilligt jeder Mannschaft einen Kredit von Fr. 15.– als Anmeldegebühr, falls sie ein Turnier besuchen wollen. Dem Platzwart Kälin Thomas wird ein Entgelt von Fr. 5.– pro Spiel gewährt.

Die 1. Mannschaft wird zum Wintermeister erkoren. Um eine stärkere 2. Mannschaft zu erreichen, werden die Junioren aufgelöst. Für die älteren Spieler wird die Gründung einer Senioren-Mannschaft angestrebt.

Als der Präsident an der GV das Versagen der 1. Mannschaft in den Aufstiegsspielen dem Pech und den Verletzungen zuschrieb, ging ein leichtes, schuldbewusstes Räuspern durch die Reihen der versammelten Gladiatoren des grünen Rasens. Jeder war sich bewusst, dass es mit etwas mehr Kameradschaft, Kampfgeist und Selbstaufopferung jedes einzelnen, etwas weniger Meinungsverschiedenheiten und besserem Teamgeist vielleicht doch hätte geschafft werden können.

1960/61: Siebnen 1: Aufstieg in die 3. Liga und Regionalmeister / Licht auf dem Ausserdorf

An der a. o. GV wird Kundert Paul als neuer Präsident gewählt. Verschiedene Redner würdigen die grossen Verdienste des aus privaten Gründen zurückgetretenen bisherigen Mandatsinhabers Diethelm Anton. Die zwei Scheinwerfer am südlichen Ballfänger erlauben neuerdings wenigstens eingeschränkt ein Training auf dem Platz auch bei Dunkelheit.
An der Hauptversammlung kann man einen Präsidenten beobachten, der mit freudiger Rührung den vor ihm postierten Regionalmeister-Pokal bewundert. Von diesem vielleicht etwas geblendet, lässt er das Vereinsgeschehen in salbungsvollen Worten nochmals Revue passieren. Grund zu überschwänglichen Superlativen lieferte sicherlich die 1. Mannschaft, die in die 3. Liga aufgestiegen und zudem noch Regionalmeister geworden war.
Ihr Trainer, Wichert Hermann, lobt ebenfalls seine Spieler, die mit eisernem Willen und flotter Kameradschaft in sämtlichen Meisterschafts- und Regionalspielen ungeschlagen blieben. Mit zwei Unentschieden gegen Turicum (2:2) und Altstetten (2:2) und Siegen über Lachen (6:2), Küsnacht (7:2), Winterthur (4:2) und Adliswil (3:1) errangen sie von 130 Mannschaften den 1. Rang.

1961/62 | völlig erneuerten Vorstand

An der Quartalversammlung wird die aufopfernde Arbeit der Juniorentrainer Gebrüder Sahli und Hürlimann Armin verdankt. Dank geht auch an die Korporationsgemeinde für die Überlassung von 4 m3 Holz und an Bucher Rudolf für den Gratistransport des Korporationsholzes. Die Mitteilung des Präsidenten, Grüninger Roman habe sich für den Sportclub Siebnen als Schiedsrichter melden lassen, liess grossen Applaus erschallen.

Die Mitglieder unseres Vereins dürften, wenn nicht gerade mit gemischten Gefühlen, so doch mit einer leichten Bedrückung in der Magengegend, den Weg zur HV unter die Füsse genommen haben, denn der Vorstand muss fast völlig umgekrempelt werden. Die _wichtigste Änderung war sicher der Wechsel auf dem Präsidenten-Thron. Kundert Paul hat sich nämlich auf den Beisitzer-Platz zurückgezogen und sein Mandat an Müller Rudolf abgetreten.

In wohlabgewogenen Worten schilderte der Trainer den für unsere Mannschaften glücklichen Verlauf der Meisterschaft. Er hob den zwar inoffiziellen Titel des Herbstmeisters hervor und betonte, dass der mögliche Meistertitel erst im Spiel gegen Wiedikon unserer Reichweite entschwand. Hegner Hermann, Hürlimann Josef und Hürlimann Armin haben sämtliche Meisterschaftsspiele bestritten. Dank gewissenhafter Aufbauarbeit erreichten die Senioren den unerwartet guten 4. Schlussrang.

1962/63 | 1. Freimitglied Wichert Hermann für seine sportlichen Trainererfolge

An der Vorstandssitzung vom 14. Januar 1963 beschliesst man, dass die Busse für Nichtbesuch der Hauptversammlung fortan Fr. 1.– betragen soll. Da der amtierende Präsident Müller Rudolf sein Domizil wechselte, musste an der Quartalversammlung vom 30. März 1963 Vizepräsident Bucher Walter die Geschäfte übernehmen.

Der SCS feiert bereits sein 5-jähriges Vereinsjubiläum. Die ersten fünf Jahre sind die schwerste Zeit, die ein junger, neugegründeter Verein zu überstehen hat. Er muss sich seinen Platz erkämpfen, seine Vereinsberechtigung belegen, sich den Durchbruch verschaffen und die Fundamente legen, auf denen man später weiterbauen kann. Leider weist die Kasse einen Unterbestand aus, den es baldmöglichst zu tilgen gilt. Auch das sportliche Abschneiden lässt zu wünschen übrig. Die 1. Mannschaft sei nur deshalb in der 3. Liga verblieben, weil eben eine noch schlechtere dagewesen sei. Einziger Lichtblick war das überraschend gute Abschneiden der Junioren.

Zum 1. Mal in seiner Vereinsgeschichte erhielt ein Mitglied des SCS für seine wirklich grossen Verdienste die Freimitgliedschaft. Diese Ehre wurde Wichert Hermann zuteil. Er führte unsere 1. Mannschaft zu herrlichen Erfolgen (u. a. Regionalmeistertitel und Aufstieg in die 3. Liga). Mehr noch als diese sportlichen Erfolge zählte seine vorbildliche, kameradschaftliche Gesinnung und sein kompetentes Fachwissen. Der abtretende Trainer hinterlässt eine schwer zu schliessende Lücke. Kundert Paul erklärt sich bereit, die nicht leichte Aufgabe zu übernehmen.

1963/64 | Abstieg in die 4. Liga / 31. März 64: Gründung des Juventus Siebnen

Im ersten Schweizer-Cup-Spiel gegen Ibach gelang es unserer 1. Mannschaft dank einer grossen Fleissleistung einen 3:0-Rückstand aufzuholen. Durch zwei vermeidbare Treffer in den Schlussminuten wurden sie aus der Cupkonkurrenz geworfen. Am Pfingstmontag wurde ein Freundschaftsspiel gegen den SSV Ulm aus Deutschland ausgetragen.

Wie schon in der Winterpause befürchtet, musste die 1. Mannschaft leider absteigen. In der 4. Liga sei nun Zeit zu Besinnung und Aufraffung, um bereits im nächsten Anlauf den _Wiederaufstieg zu schaffen. Dies hänge jedoch zum grossen Teil an den Spielern selbst. Im Gegensatz zur sportlichen Seite konnte man sich über den Kassabericht von Ziltener Karl freuen. Dank intensiver Mitarbeit von vielen Mitgliedern (Lottomatch, Jahrmarktstand) konnte nicht nur der Schuldenberg getilgt, sondern die Kasse wieder ordentlich auf die Beine gestellt werden. Die Hauptversammlung wählte als neuen Trainer Weibel Paul und als Berichterstatter Sahli Hans. Der Sportclub besitzt nun dank Weber Hans ebenfalls einen Vereinskasten, um seine Pokale und sonstigen Trophäen im Vereinslokal aufzubewahren.

Am 31. März 1964 wird der Vertrag zwischen dem Sportclub Siebnen und dem neugegründeten Gastarbeiterclub Juventus Siebnen unterzeichnet.

1964/65 | Juventus Siebnen bereits Gruppenmeister

Die 1. Mannschaft holte sich wohl den inoffiziellen Titel des Wintermeisters, hielt aber nicht ganz durch und musste den Gruppenmeister-Titel schliesslich dem FC Lachen überlassen. Der 2. Mannschaft «Schnauz» wurde ein Kränzchen gewunden für ihren kameradschaftlichen und opferfreudigen Geist. Unsere Italiener-Mannschaft «Juventus» errang wohl den Gruppenmeister-Titel, scheiterte dann aber in den Aufstiegsspielen. Die _Juniorenabteilung ist ein fester Bestandteil des Vereins geworden und hat bezüglich Mitgliederbestand (38 Junioren) ein Ausmass angenommen, das bisher dem Verein unbekannt war. Das hauptsächliche Verdienst daran haben wohl Schnekenburger Kurt und Caviezel Ernst.

Die Mitgliederbeiträge müssen nach folgenden Ansätzen erhöht werden:

Junioren neu Fr. 6.–, bisher Fr. 4.–

Senioren neu Fr. 8.–, bisher Fr. 6.–

Aktive neu Fr. 18.–, bisher Fr. 12.–

Bucher Walter legt sein Präsidentenamt nieder und übergibt das Zepter dem bisherigen Aktuar Kessler Josef. Als Dank für seine unendliche Arbeit zum Wohle des Vereins wird der abtretende Präsident zum Freimitglied ernannt. Als neuer Trainer wird Hotz Otto bestimmt.

Jedes Mitglied hat die Möglichkeit, für Fr. 3.50 ein Vereinsabzeichen zu erwerben. Die Abzeichen mit Silberkranz werden den Freimitgliedern und diejenigen mit Goldkranz den Ehrenmitgliedern geschenkt. Für die Aktion «Pro Kinderspielplatz» wird Fr. 50.– gespendet.

1965/66 | Zentralschweiz. Jubiläums-Turnfest auf unserem Fussballplatz

Für das Zentralschweizerische Jubiläums-Turnfest vom 17. bis 19. Juni 1966 stellt der Sportclub Siebnen seinen Sportplatz als Wettkampfplatz zur Verfügung.

Der Erfolg bei der 1. Mannschaft lässt zu wünschen übrig. Der Trainer, Herr Hotz, hat sein Saisonziel bei weitem nicht erreicht. Ungenügendes Training, übertriebener Wechsel in den Mannschaftsaufstellungen, schlechte Zusammenarbeit mit der Spiko wirkten sich negativ aus. Unter diesen Umständen wird es unmöglich sein, in der nächsten Saison Fortschritte zu erzielen. Trotz dieser widrigen Umstände wird dem Trainer das Vertrauen für ein weiteres Jahr geschenkt.

Positives ist von den Junioren-Mannschaften zu vermelden. Vor allem die hervorragende Leistung im Final der SVM in Zürich, wo unsere Junioren unter VU-Leiter Schnekenburger Kurt den ausgezeichneten 3. Rang erkämpften. Zufrieden zeigte sich der Kassier Ziltener Karl über den sehr guten Rechnungsabschluss, wobei der Reingewinn beim Lottomatch mit _Fr. 1600.– zu erwähnen ist.

1966/67 | Kurt Schekenburger neuer Trainer der 1. Mannschaft

Der SCS kann für die neue Saison wiederum drei 4.-Liga-Mannschaften und je eine Mannschaft für Junioren A, B und C melden. Saisonziel der 1. Mannschaft ist dieses Jahr der Gruppenmeister. Die 1. Mannschaft gewinnt das Juventus-Turnier. Nachdem die Mannschaft das Vertrauen in den Trainer vollends verloren hat, wurde dieser nach der Vorrunde entlassen. In verdankenswerter Weise füllt Schnekenburger Kurt diese Lücke aus. Positives ist von den Junioren B und C zu vermelden. Sie stehen an der Spitze ihrer Gruppe und steigen in die  1. Stärkeklasse auf.

An der Hauptversammlung hielt der Präsident Rückschau auf ein turbulentes Vereinsjahr, in dem nicht alles wunschgemäss lief. Besonders erfolgreich war unser Verein im Sektor Unterhaltung und Veranstaltungen, wobei der Grosserfolg am Maskenball unter OK-Präsident Kessler Alois hervorzuheben ist, der Mehreinnahmen von Fr. 3600.– einbrachte. Damit weist der Verein ein Vermögen von Fr. 9000.– aus.

Beim Fussballspielen sieht die Bilanz ganz ordentlich aus, abgesehen von den Startschwierigkeiten zum Saisonbeginn und dem Stolpern in den Aufstiegsspielen. Nach einer 2:3-Heimniederlage und einem 6:1-Erfolg auswärts ging das Entscheidungsspiel mit 0:1 verloren.

Dem Traktandum Wahlen sah man mit einiger Besorgnis entgegen, lagen doch die Demissionen einiger verdienter Vorstandsmitglieder vor. Als neuen Präsidenten wählte die Versammlung Sahli Hans. Als neuen Trainer verpflichtet der Sportclub Aeberli Rudolf von Lachen.

Der abtretende Präsident Kessler Josef und der langjährige Kassier Ziltener Karl, die sich für den Sportclub Siebnen besonders verdient gemacht haben, werden zu Freimitgliedern erklärt.

1967/68 | 1. Mannschaft und Juventus Siebnen gleichzeitig in die 3. Liga aufgestiegen !

Dem Gesuch des Sportclubs Siebnen um Erstellung einer Materialremise wird an der Martini-Gemeinde der Genossame Siebnen entsprochen. Der gegenwärtige Bestand von 120 aktiv spielenden Mitgliedern bedeutet die bisher höchste Zahl. Es sind dies: Aktive inkl. Juventus 52 Mitglieder, Jun. A, B und C 48 Mitglieder, Senioren 20 Mitglieder.

Mit 2 Punkten Vorsprung ist unser Fanionteam Wintermeister geworden. Die Juventus-Elf holte diesen Titel ebenfalls mit nur einem einzigen Verlustpunkt. Finanziell brachten der Passivbeitrag und der Jahrmarktstand Höchstresultate. Der langjährige Junioren-Obmann Grüninger Roman tritt zurück. Der Präsident würdigt und verdankt dessen grosse Aufopferung im Interesse der Jungen sowie des Vereins.

An der a. o. Mitgliederversammlung wird über die diversen Platzsanierungsarbeiten _orientiert. Für die Erstellung eines Ballfängers, einer Spielfeld-Abgrenzung, von Sitzbänken und einer Trainingsbeleuchtung werden mit Kosten von Fr. 9000.– gerechnet. Nach Abzug vom Sport-Toto-Fonds, Gönnerbeiträgen und dem Anteil des SC Juventus verbleiben dem Sportclub Restkosten von Fr. 5000.–.

Am Samstag, 1. Juni 1968, um 16.30 Uhr findet auf unserem Sportplatz das erste Regionalmeister-Treffen statt. An der Generalversammlung vom 5. Juli 1968 feiert der Sportclub Siebnen sein 10-jähriges Bestehen. Der Grund zur Feier ist aber nicht nur allein beim Clubjubiläum zu suchen, denn auch in sportlicher Hinsicht trumpften unsere Aktiven gross auf. Nachdem der Gruppenmeister mit 5 Punkten Vorsprung feststand, schaffte die 1. Mannschaft mit einem Heim-Unentschieden und einem Auswärts-Sieg das langersehnte Ziel, den Wiederaufstieg in die 3. Liga. Der gleiche Erfolg gelang unserer Gastarbeiter-Mannschaft.

1968/69 | Platzsanierung mit Flutlichtanlage / Jun. B gewinnt Etzel-Turnier

Der Verein zählt zurzeit 123 Aktive und Junioren, zusammen mit den Funktionären, Freimitgliedern, Passiven und Gönnern sind es total 241 Mitglieder, was neuer Vereinsrekord bedeutet. In 1200 Frondienststunden hat unser Verein seinen Sportplatz so ausgebaut, dass er in der Umgebung mit jedem Platz eines Drittligavereins konkurrieren kann. Prunkstück ist die neue Flutlichtanlage, eine der ersten in der Umgebung. Nicht zuletzt deshalb dürfen nun auch Freundschaftsspiele gegen höherklassige Teams ausgetragen werden, und dies erst noch erfolgreich. Möglich wurde dies alles durch die unermüdliche Arbeit von Wittwer Otto und nicht zuletzt von Krieg Hanspeter, der auch bei der Materialbeschaffung federführend war. Die Kosten für die Ausbauarbeiten konnten mit Fr. 8’600.00 dank den Organisatoren niedrig gehalten werden. Trotzdem soll zusammen mit dem FC Buttikon ein Gesuch um finanzielle Unterstützung an die Gemeinde Schübelbach gestellt werden.

Infolge zu starker Belastung ist der erfolgreiche Trainer Aeberli Ruedi gezwungen, sein Amt niederzulegen. Als neuer Trainer konnte Hürlimann Armin verpflichtet werden. Die 1. Mannschaft sowie der SC Juventus erreichten beide in ihrer ersten 3.-Liga-Saison den guten 5. Rang.

Die Junioren B gewannen überraschend das Etzel-Turnier in Lachen. Die Senioren, die in einer Freundschaftsgruppe mitspielten, erhielten den Fairness-Preis.

Am 15. Februar wurde ein Freundschaftsspiel gegen die Reserven des FC Luzern ausgetragen. Im Schweizer Cup war in der ersten Runde gegen Glarus bereits Endstation.

Trotz der Kosten für die Platzsanierungsarbeiten weist die Kasse einen beachtlichen Bestand aus. Erstmals wurde ein vereinsinterner Toto-Wettbewerb eingeführt, dessen Reingewinn in die Reisekasse der Aktiven fliesst.


Saison 1968/69    

  1. Liga, Gruppe 2 3. Liga Gruppe 1 
    1. Kilchberg        18 25 72:38        1. Stäfa                  16 30 57:7
    2. Wollerau        18 22 54:35        2. Meilen 1a        16 23 35:20
    3. Thalwil            18 22 34:32        3. Zollikon            16 22 60:29
    4. Buttikon         18 21 41:32        4. Männedorf      16 17 36:34
    5. Siebnen 1a    18 18 44:43        5. Siebnen 1b      16 15 26:36
    6. Lachen 2a      18 17 29:36        6. Nordstern ZH  16 12 24:30
    7. Langnau a.A. 18 16 25:47        7. Küsnacht 2       16 11 28:38
    8. Einsiedeln      18 15 38:45        8. Ballspielclup 2 16 8 19:37
    9. Red Stars 3    18 13 37:52        9. Lachen 2b        16 6 20:76
    10. Horgen 1a   18 11 23:37 
1969/70 | Trainer Hürlimann Armin erwirbt den A-Diplom

An einer Orientierungsversammlung wird beschlossen, dass die Jun. B sich mit Fr. –.50 an den Kosten für das Tenüwaschen beteiligen. Für jede «Neuerwerbung» beim Passiveinzug wird eine Prämie von Fr. 2.– entrichtet.

Der SC Siebnen wird an der GV vom 26. Juni 1970 ein Dutzend Jahre alt. Die sportlichen Erfolge fielen eher mässig aus. Die 1. Mannschaft erreichte in der Meisterschaft den _6. Schlussrang. Der SC Juventus belegte einen vorderen Tabellenrang. Die Jun. C schafften die Qualifikation für die 1. Stärkeklasse.

Sehr gute Abschlüsse konnten von den Veranstaltungen gemeldet werden, brachten doch das Grümpelturnier und der Lottomatch einen Reingewinn von Fr. 5000.–. Die 1. und _2. Mannschaft erhalten neue Tenüs.

Unser Trainer Hürlimann Armin erwarb das A-Trainer-Diplom. Zu den beiden bisherigen Schiedsrichtern, Diethelm Alois und Mazza Alessandro, gesellt sich als 3. Schiedsrichter Caviezel Ernst.

 

1970/71 | Vereinsreise nach München

Die sportliche Ausbeute warf keine allzu grossen Wellen. Die 1. Mannschaft holte in 18 Spielen 20 Punkte und belegte den 5. Schlussrang von 10 Mannschaften. Der SC Juventus brachte es in ebenso vielen Spielen auf 15 Punkte und figuriert im 8. Rang. Im Schweizer Cup wurde die 1. Mannschaft in der 2. Vorrunde eliminiert. Die beiden C-Trainer, Bucher Gebhard und Diethelm Armin, haben sich zu Jugend + Sport-Leitern ausgebildet.

Für das Grümpelturnier muss ein anderer Standort gefunden werden, sonst wird unser ohnehin schlechter Sportplatz noch mehr ruiniert. Dabei hoffen wir vor allem auf die Unterstützung seitens der Behörden.

Die Vereinsreise führte nach München und das Ski-Weekend fand in den Flumserbergen statt. Im Schlussbericht vom Siebner Fäscht 1971 zugunsten einer Mehrzweckhalle hat unser Verein sehr gut abgeschnitten. Sowohl der Betrieb des Spaghetti-Grotto mit Chef Wittwer Otto (Ausstoss ca. 2500 Portionen) wie auch der Plakettenverkauf zeigte uns einnahmemässig in vorderster Front. In diesem Zusammenhang tönt das Fussballverbot für die neue Mehrzweckhalle mehr als komisch.

 

1971/72 | 1. Mannschaft: 2. Rang in der Meisterschaft 3.-Liga

In seinem 5. und zugleich letzten Jahresbericht konnte der scheidende Präsident Sahli Hans auf zum Teil schöne Erfolge im sportlichen Bereich hinweisen. So erreichte die 1. Mannschaft in der 3. Liga von 10 Mannschaften den ausgezeichneten 2. Rang (18 Spiele/24 Punkte). Im Schweizer Cup kam das Aus bereits in der 1. Vorrunde gegen Wädenswil. Dem SC Juventus reichte es lediglich zum 9. Rang. Die 2. Mannschaft wurde in der 4. Liga Dritte von 9 Teams (16 Spiele/21 Punkte). Die B-Junioren schafften den Aufstieg in die 1. Stärkeklasse. Die Reserven (leicht verstärkt) gewannen überraschend das Juventus-Turnier für 3./4.-Liga-Mannschaften.

Die guten Leistungen der 1. Mannschaft haben sich auch finanziell günstig ausgewirkt. Die Match-Einnahmen stehen in keinem Verhältnis zu den früheren geringen Zahlen. Auch der Passiv- und Gönnereinzug war um einige hundert Franken höher als letzte Saison. Die Kasse weist eine Vermögensvermehrung von über Fr. 4000.– aus, wovon der Maskenballreingewinn mit Fr. 3400.– wesentlich dazu beitrug.

Die unerwartet hohen Einnahmen aus dem Vereins-Toto erlaubten die Anschaffung eines Trainingsanzuges für die 1. Mannschaft. Das Gesuch des Sportclubs Siebnen um das Durchleitungsrecht für eine Wasserleitung zum Sportplatz wurde von der Genossame Siebnen bewilligt .

Bedingt durch zahlreiche Demissionen, erhält der Vorstand ein völlig neues Gesicht. Neuer Präsident wird Caviezel Ernst. Als Anerkennung für ihre vorzüglichen Verdienste wurden Sahli Hans (5 Jahre Präsident) und Wittwer Otto (8 Jahre Sekretär) die Freimitgliedschaft verliehen.

Zum neuen Vereinslokal wurde das Restaurant Falken bestimmt.

 

 

1972/73 | Senioren gewinnen gegen Hamm (D) : 6:2

Die sportliche Ausbeute war, mit Ausnahmen, recht zufriedenstellend. Am Fussballbetrieb beteiligten sich 8 Mannschaften (1. und 2. Mannschaft, Juventus, Junioren B, C, D, E und Senioren). Bei der 1. Mannschaft fehlten in der Schlussabrechnung die anfänglich verschenkten Punkte zum Spitzenrang. Mit einer famosen Rückrunde (ungeschlagen!) etablierte sie sich im 3. Schlussrang (18 Spiele/21 Punkte). Im Schweizer Cup schieden sie erneut in der 1. Runde aus, diesmal mit einer knappen 2:3-Heimniederlage gegen den Zweitligisten Schlieren.

Beim SC Juventus, der sein 10-jähriges Jubiläum feierte, konnte nur mit Hilfe von Spielern der 1. Mannschaft der drohende Abstieg in die untere Spielklasse vermieden werden.

Die Senioren bezwangen in einem «internationalen» Freundschaftsspiel die Mannschaft aus Hamm/Sieg (Deutschland) mit 6:2 Toren.

Das Defizit vom Auto-Lotto, organisiert von Sportclub und Turnverein, konnte dank einem zusätzlichen Lottomatch mit Jäggi Franz (Reingewinn Fr. 4500.–) mehr als wettgemacht werden.

Das Grümpelturnier musste wegen der Tour de Suisse abgesagt werden. Auf Anregung von Weber Hans verteilten 34 Unentwegte am Pfingstsamstag in Schlieren einige Tonnen Fensterglas. Diese Aktion bereicherte unsere Vereinskasse um Fr. 3000.–.

Die Jahresbeiträge mussten erhöht werden: Aktive Fr. 70.–; Jun. A Fr. 30.–; Jun. B Fr. 20.–; Senioren Fr. 70.–. Die Aktiven und Senioren erhalten pro Arbeitseinsatz eine Reduktion von Fr. 20.–, die Junioren A und B Fr. 7.–.

Saison 1972/73       3. Liga, Gruppe 2
1. Red Star 2a 18 29 35:12
2. Einsiedeln 18 27 42:22
3. Siebnen 1b 18 21 40:35
4. Lachen 2 18 19 25:26
5. Freienbach 18 18 35:32
6. Wädenswil 2 18 18 34:43
7. Horgen 1a 18 14 30:31
8. Wollerau 18 13 26:44
9. Adliswil 18 12 28:33
10. Thalwil 1a 18 9 17:31

1973/74 | SC Juventus in die 4. Liga abgestiegen / Senioren von Red Star im Achtelfinal gebremst

Unsere 1. Garnitur, die hauptsächlich das Gesicht des SCS prägt, und die von Hürlimann Armin und seinem zukünftigen Nachfolger Aeberli Ruedi hervorragend betreut wurde, brachte eine recht zufriedenstellende Saison hinter sich. Wie schon in den letzten Jahren mischte sie tüchtig vorne mit, doch nicht einkalkulierte Punkteeinbussen machten den berühmten Strich durch die Rechnung (4. Schlussrang, 16 Spiele/20 Punkte). Im Schweizer Cup trug man, wie schon fast gewohnt, nur gerade ein Spiel aus (4:2-Auswärtsniederlage gegen Seefeld).

Ein leidiges Kapitel war unsere Gastarbeiterelf, die uns dieses Jahr ganz schön in Trab gehalten hat. Nach der letztjährigen erfolgreichen Rettungsaktion war man nicht mehr gewillt, für den SC Juventus erneut die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Der Abstieg in die 4. Liga war nicht zu vermeiden. Aus diesem Grund hat nun der SC Juventus den Vertrag mit dem Sportclub Siebnen aufgelöst und versucht nun bei einem anderen Fussballclub unterzukommen.

Die Senioren drangen im Cup bis in den Achtelfinal vor, wurden dort aber vom hohen Favoriten Red Star gebremst. Bei den Veranstaltungen brachte uns der Lottomatch mit Jäggi Franz (Reingewinn Fr. 3000.–) erneut einen rechten Zustupf in die Kasse.

1975/76 | Bänziger Hansjörg definitiv zum 1.-Ligisten RedStar / Bucher Walter zum 1. Ehrenmitglied

Der Gemeinderat Schübelbach hat das Gesuch um eine Baubewilligung für eine Materialbaracke als Einstellraum bewilligt. Die Lichtanlage unseres Sportplatzes ist nicht mehr tragbar. Um sie den Normen anzupassen, ist eine Investition von etwa Fr. 2700.– notwendig. Schnekenburger Rolf schenkt dem Sportclub 5 Lampen für unsere Lichtanlage.

Am Saisonende belegt die 1. Mannschaft mit 22 Punkten aus 20 Spielen den 4. Tabellenplatz. Da der bisherige Spielertrainer Bänziger Hansjörg definitiv zum 1.-Ligisten Red Star zurückkehrt, übernimmt Kessler Adolf auf die neue Saison hin den Trainerposten.

An der GV werden Kundert Paul (Gründungsmitglied, 8 Jahre Vorstand), Schwendeler Peter (6 Jahre Vorstand), Krieg Hanspeter (5 Jahre Vorstand) und Hürlimann Armin (Trainer und Vorstandsmitglied) zu Freimitgliedern gewählt.

Eine besondere Ehre wird dem Gründungsmitglied Bucher Walter zuteil. Für seine _15-jährige Vorstandstätigkeit, in denen er fast sämtliche Funktionen eines Fussballvereins ausübte, wird er zum 1. Ehrenmitglied des SC Siebnen gewählt. Dass sich Fussballer auch auf dem politischen Parkett bewegen können, bewiesen die folgenden SCS-Mitglieder, die in politische Ämter gewählt wurden: Caviezel Ernst, Gemeinderat Galgenen; Hürlimann Armin, Gemeinderat Wangen; Sahli Hans, RPK Gemeinde Schübelbach.

Erstmals wird für die Schüler der umliegenden Gemeinden eine Schulhausmeisterschaft durchgeführt.

Saison 1975/76       3. Liga, Gruppe 2
1. Einsiedeln 20 33 82:27
2. Wollerau 20 31 39:19
3. Wald 1b 20 23 35:28
4. Siebnen 20 22 54:44
5. Richterswil 20 22 45:37
6. Kilchberg 1b 20 19 36:39
7. Buttikon 20 19 34:41
8. Wädenswil 2 20 17 32:48
9. Lachen 2 20 13 37:52
10. Freienbach 20 12 25:58
11. Turicum 2a 20 9 22:49

1976/77 | 1.Team in die 4. Liga zurück / Silberne Vereinsnadel an Bänziger H. (Kaderspieler GC)

Die neugegründete «SCS-Wandergruppe» ist provisorisch in den Wanderverband Rheintal aufgenommen worden. Für die Benützung des Sportplatzes durch die MPS wird dem Bezirk Rechnung gestellt (Fr. 1000.– pro Jahr).

An der 20. GV war von den «Aktiven» wenig Erfreuliches zu berichten. Was sich schon nach der Vorrunde abzeichnete – Träger der roten Laterne mit nur 3 Punkten –, wurde am Saisonende leider Tatsache. Mit lediglich 8 Punkten aus 20 Spielen steigt die 1. Mannschaft, zusammen mit dem Tabellenletzten Lachen 2, in die 4. Liga ab. Der Nachwuchs war wie gewohnt recht erfolgreich (Jun. B 2. Platz, Jun. C Aufstieg in die 1. Stärkeklasse). Unsere _Juniorenabteilung zählt gegenwärtig etwa 80 Junioren (Jun. A, B, C, D).

Da der Vorstand schon rechtzeitig seine Fühler ausgestreckt hat, verlief das Traktandum Wahlen reibungslos. Als neuer Präsident wurde Bissig Hans und als neuer Trainer Anderhalden Engelbert gewählt.

In den Kreis der Freimitglieder wurden unser Gründungsmitglied und scheidender Präsident Schnekenburger Kurt, Kessler Ernst (8 Vorstandsjahre als Kassier), Krämer Arthur _(11 Jahre Senioren-Obmann) und unser langjähriger, verdienter Platzwart Kürzi Germann aufgenommen.

Mit der silbernen Vereinsnadel konnten Pfister Lenz, Aufstieg zum 1.-Liga-Schiedsrichter, und Bänziger Hansjörg, Nationalliga-A-Spieler beim Grasshopper-Club Zürich, ausgezeichnet werden.

Das Fanionteam wird in der kommenden Saison mit Reklame-Trikots spielen. Die Firma Möbel Knobel AG bezahlt dafür Fr. 1200.– (exkl. Dress). Die Eintrittspreise für Meisterschaftsspiele werden wie folgt festgelegt: Herren Fr. 2.50, Damen frei, Lehrlinge Fr. 1.50, AHV-Rentner frei.

Saison 1976/77       3. Liga, Gruppe 2
1. Freienbach 20 30 45:18
2. Horgen 20 28 60:34
3. Richterswil 20 28 47:29
4. Buttikon 20 23 45:34
5. Wollerau 20 23 39:30
6. Kilchberg 2 20 21 37:33
7. Tuggen 20 20 41:43
8. Wald 1b 20 19 37:36
9. Wädenswil 2 20 13 34:55
10. Siebnen 20 8 36:64*
11. Lachen 2 20 7 19:74

* Abstieg in die 4. Liga

1977/78 | 20 Jahre SCS!!! / 1. Team wieder 3.-Liga

Die Schlussabrechnung von Grümpelturnier und Schulhausmeisterschaft (inkl. Tombola) ergab mit Fr. 11200.– ein ausgezeichnetes Resultat. Am 1. Januar 1978 beträgt der Mitgliederbestand unseres Vereins 258 Mitglieder (inkl. Frei- und Passivmitglieder). Die neu gegründete Wandergruppe führt am 3./4. Juni ihren 1. Internationalen Volksmarsch durch.

Das Jubiläumsjahr (20 Jahre SCS) fand in sportlicher Hinsicht einen erfreulichen Saisonabschluss. Nach nur einjährigem Aufenthalt in der untersten Spielklasse schaffte die 1. Mannschaft den Wiederaufstieg in die 3. Liga. Mit 28 Punkten aus 16 Spielen und dem respektablen Torverhältnis von 98:13 wurde Siebnen 1a Gruppensieger. Das 1. Aufstiegsspiel endete mit einer knappen, unglücklichen 0:1-Auswärtsniederlage (Penalty) in Kollbrunn. Im Heimspiel, vor einer ansehnlichen Zuschauerkulisse, wurde Horgen 2 in einer spannenden Partie mit 5:2 Toren geschlagen.

Im Kassabericht fielen vor allem die grossen Ausgaben für die Juniorenabteilung ins Gewicht. Einen Ausgleich dazu brachten die zahlreichen Passiv- und Gönnerbeiträge. Der langjährige Juniorenobmann Bucher Gebhard erhielt als Dank für seine hervorragende Arbeit im Dienste der Nachwuchsförderung die Freimitgliedschaft.

In einem Ausblick in das 3. Jahrzehnt des Sportclubs Siebnen steht der Wunsch nach einem 2. Fussballplatz an 1. Stelle.

Saison 1977/787       4. Liga, Gruppe 2
1. Siebnen 1a 16 28 100:15*
2. Richterswil 2a 16 27 85:20
3. Wädenswil 3a 16 21 59:23
4. Freienbach 3 16 18 44:42
5. LAchen 2a 16 17 27:31
6. Langnau aA. 2b 16 15 26:57
7. Thalwil 2a 16 9 23:61
8. Horgen 2b 16 5 23:63
9. Buttikon 2b 16 4 14:18

* Aufstieg in die 3. Liga

1978/79 | 1. Team: Ziel Ligaerhalt erreicht.

In dieser Saison wird als zweites Viertliga-Team eine Italienermannschaft angemeldet. Sie geniessen im Verein den gleichen Status wie die Schweizer, stehen also voll unter der Aufsicht des Vorstandes. Über die Osterfeiertage reiste die 1. Mannschaft ins südliche Nachbarland. Sie war Gast beim Fussballclub Casacanditella in der Nähe von Pescara. Bei dieser Gelegenheit wurde gegen den Gastgeber ein Freundschaftsspiel ausgetragen, das 2:2 Unentschieden endete. Diesen Aufenthalt in Mittelitalien werden die Spieler sicher in bester Erinnerung behalten, besonders die Gastfreundschaft der Bevölkerung.

Obwohl der 1. Mannschaft von diversen Seiten nicht allzuviel Kredit eingeräumt wurde, konnte sie den Ligaerhalt wahren. Siebnen beendete die Meisterschaft auf dem 9. Rang mit 13 Punkten; die Heimspiele ergaben 10 Punkte, auswärts resultierten deren 3.

Nach 2-jähriger, erfolgreicher Tätigkeit als Spielertrainer verlässt Anderhalden Engelbert den Verein. Seine Nachfolge übernimmt Gioiella Franco, der bisherige Jun.-A-Trainer. Mettler Edgar wird zum Freimitglied gewählt.

Dass der Sportclub nicht nur im sportlichen Sektor aktiv war, ist anhand des positiven Kassaberichts leicht festzustellen. Die Schulhausmeisterschaft erreichte mit 59 Mannschaften einen neuen Beteiligungsrekord. Am Prominententurnier «kämpften» die Gemeinderäte von Schübelbach, Wangen und Galgenen um den Titel des «besten Gemeinderates». Das Schüler- und Grümpelturnier verzeichnete mit 160 Mannschaften ebenfalls einen neuen grossartigen Melderekord.

1980/81 | Wiederaufstieg in die 3. Liga

Die 1. Mannschaft erreichte das gesteckte Saisonziel – den Wiederaufstieg in die 3. Liga. Mit 29 Punkten aus 18 Spielen und einem Torverhältnis von 74:29 wurde Siebnen 1a Gruppensieger vor Lachen 2. Viel hätte jedoch nicht gefehlt, und der Aufstieg wäre uns beinahe am «grünen Tisch» vereitelt worden. Denn allen Warnungen zum Trotz, seitens des Fussballverbandes und einer Information an alle Mitglieder, ist es uns nicht gelungen, einen Schiedsrichter zu melden. Über die Klinge springen müssen dagegen die 2. und 3. Mannschaft, die vermutlich in eine Freundschaftsgruppe eingeteilt werden. Die C-Junioren sind in die 1. Stärkeklasse aufgestiegen.

Mit der Firma Gerber, Uhren + Optik, konnte ein Zweijahresvertrag für Tenüwerbung zum Preis von Fr. 1000.– pro Jahr + Tenü abgeschlossen werden.

Die Genossame bewilligte das Gesuch betreffend Bandenwerbung. Der Sportclub darf dadurch mit Einnahmen von etwa Fr. 9600.– rechnen. Dank dem Toto-Geld der 1. Mannschaft fliessen zusätzlich Fr. 2500.– in die Clubkasse.

Saison 1980/81       4. Liga, Gruppe 1
1. Siebnen 1a 18 29 74:29*
2. Lachen 2a 18 29 56:21
3. Freienbach 2 18 27 44:20
4. Reichenburg 18 18 45:42
5. Buttikon 2a 18 18 33:32
6. Affoltern aA 2a 18 18 29:28
7. Rüschlikon 18 16 47:54
8. Wädenswil 3a 18 11 36:50
9. Wollishofen 2a 18 10 28:60
10. Wollerau 18 4 33:79

* Aufstieg in die 3. Liga

1981/82 | SC Juventus zu FC Reichenburg / 1. Team Wieder Abstieg in die 4.Liga

Dem Vorstand ist es dank intensiven Bemühungen gelungen, beim Verband 2 neue Schiedsrichter anzumelden. Die Gastarbeitermannschaft Juventus verlässt den Sportclub Siebnen und wechselt zum FC Reichenburg.

Die 1. Mannschaft «etabliert sich» je länger, je mehr als «Liftmannschaft». Nach nur einer Saison in der oberen Spielklasse muss Siebnen 1 schon wieder in den sauren Apfel beissen. Mit lediglich 6 Punkten aus 18 Spielen und dem negativen Torverhältnis von 15:55 ziert das Fanionteam erneut das Tabellenende.

Bei den Veranstaltungen weist die Saison mehr Glanzlichter auf. Höhepunkt aus finanzieller Sicht war zweifellos das Grümpelturnier mit einem Reingewinn von Fr. 8000.–. Oechslin Benno erklärte sich bereit, jährlich Fr. 400.– für die Junioren zu spenden.

Drei Mitglieder des SCS, Diethelm Armin, Oechslin Benno und Ziltener Peter, werden an der GV zu Freimitgliedern ernannt.

An der Genossenversammlung vom 14.2.1982 wurde unser Gesuch für einen neuen Sportplatz genehmigt.

 

Saison 1981/82       3. Liga, Gruppe 2
1. Buttikon 18 32 54:21
2. Wollerau 18 28 49:27
3. Einsiedeln 18 25 55:33
4. Adliswil 2b 18 18 35:43
5. Kilchberg 2 18 16 30:33
6. Horgen 18 16 40:39
7. Lachen 2 18 14 30:40
8. Wädenswil 2 18 13 23:37
9. Richterswil 18 12 43:45
10. Siebnen 18 6 15:55*

* Abstieg in die 4.Liga

1983 - 25 Jahre Sportclub Siebnen

Am Freitagabend, dem 30. September 1983, feierte die gesamte Fussballerfamilie das _25-jährige Bestehen des Sportclubs Siebnen – ein erster Meilenstein in unserer Vereinsgeschichte. Hegner Pius stellte dem Verein für diesen Anlass sein Festzelt kostenlos zur Verfügung. Die Gemeinden Schübelbach, Wangen und Galgenen waren durch ihre Präsidenten vertreten, und auch der Bezirksrat schickte eine Delegation. Eindrücklich war vor allem der Grossaufmarsch der Vereine aus Siebnen und Umgebung, die allesamt ihre Glückwünsche überbrachten.

Nach dem gestifteten Apéro durch die Gemeinde Schübelbach blickte der SCS-Präsident Schmalz Joe auf 25 Jahre Vereinsgeschichte zurück. Er tat aber ebenso einen Blick in die Zukunft und widmete natürlich vor allem dem Projekt «Neuer Sportplatz» einige Worte. Der Präsident wies mit Stolz auf die recht grosse, solide Juniorenabteilung hin und dankte gleichzeitig den Eltern, die dem Sportclub ihre rund 90 Buben von Siebnen und Umgebung zum Fussballspielen anvertrauen.

Gemeindepräsident Kessler Alois betonte in seiner Ansprache, dass Anlässe wie der heutige auch Marschhalte seien. Ein Jubiläum könne also auch mit einer Brücke aus der Vergangenheit in die Zukunft verglichen werden. Ganz ähnlich wie heute mit dem Land für das neue Fussballfeld habe damals vor 25 Jahren die Genossame Siebnen mit den fussballbegeisterten jungen Leuten einen Pachtvertrag abgeschlossen, weil die Muttergemeinden kein geeignetes Land in der Ortschaft Siebnen zur Verfügung stellen konnten.

Weitere Grüsse und Glückwünsche überbrachten Genossenpräsident Mächler Johann, Einwohnerverein-Präsident Ziltener Karl und Kürzi Walter, der im Namen des Turnvereins Siebnen einen_Check von Fr. 1000.– als Beitrag für den neuen Sportplatz überreichte.

Zum Schluss bedankte sich Schmalz Joe bei den Behördevertretern und den zahlreichen Ortsvereinen für die grosszügige Unterstützung. Ein herzliches Dankeschön richtete er an die Siebner Hobbyköche und an die Hobby-Radfahrer, die für das anschliessende Festmenü bzw. für das «Auffahren» der Tranksame besorgt waren.

Das ganze Fest, das vom hervorragenden Conférencier Hegner Köbi geleitet wurde und bei dem auch Musik und Tanz, Tombola und Wettbewerb auf dem Programm standen, war so richtig jubiläumswürdig.

1982/83 | Hans Bissig seit 1977 Präsident übergibt das Zepter an J. Schmalz

Am 9. Februar 1983 fand eine Sitzung für den Bau eines neuen Sportplatzes statt. Dabei wurde die Sportplatzkommission konstituiert und gewählt. Als Kommissionspräsident amtet Caviezel Ernst, die Baukommission präsidiert Schätti Erwin und die Finanzkommission Gerber Charles. Diese werden unterstützt von weiteren Kommissionsmitgliedern. An die Muttergemeinden Schübelbach, Wangen und Galgenen wird ein Gesuch um finanzielle Unterstützung gestellt. Man hofft, im Herbst 1984 den Spielbetrieb auf dem neuen Sportplatz aufnehmen zu können.

Das 25. Vereinsjahr war ein Jahr mit viel Licht, aber auch Schatten. Ein Lichtblick war sicher die positive Abstimmung der Gemeindebürger von Schübelbach zum Kredit von Fr. 30000.– an unser Sportplatzprojekt.

Um die Finanzierung des neuen Sportplatzes sicherzustellen, dessen Kosten auf etwa Fr. 440000.– budgetiert werden, ist der Sportclub auf die Unterstützung seiner Mitglieder angewiesen. Darum soll jeder mit dem symbolischen m2-Verkauf im Betrag von mindestens Fr. 250.– und einer einmaligen Gebühr von Fr. 100.– seinen finanziellen Beitrag dazu leisten.

Sportlich gesehen verlief die Saison nicht ganz wunschgemäss. Mit 26 Punkten aus 18 Spielen wird die 1. Mannschaft Tabellendritter mit zwei bzw. einem Punkt hinter den aufstiegsberechtigten Plätzen. Neuer Trainer der 1. Mannschaft wird Bänziger Hansjörg.

Ein Grossteil des Vorstandes war amtsmüde und musste ersetzt werden. Als Nachfolger des bisherigen Präsidenten Bissig Hans, der seit 1977 die Geschicke des Sportclubs souverän leitete, wählte die GV Schmalz Josef.

Für ihre langjährige, verdiente Vorstandsarbeit wählte die Versammlung Andermatt Walter und Wetli Sigi zu Freimitgliedern und Schnekenburger Kurt, Hürlimann Josef und Bissig Hans zu Ehrenmitgliedern.

1984 Dorffäscht Siebnen

Während Monaten haben sich der Sportclub Siebnen und viele Ortsvereine zusammen mit dem Organisationskomitee bemüht, ein Wochenende voller Freude, Unterhaltung und Überraschungen im gastfreundlichen Märchlerdorf Siebnen vorzubereiten. Der Sportclub Siebnen erstellt zurzeit zwei neue, dringend notwendige Fussballplätze, für welche einige hunderttausend Franken aufgebracht werden müssen. Das Dorffäscht stellt einen Teil des Finanzierungsprogramms dar.

Vom Donnerstag - bis Sonntagabend standen nun die Tore der beiden Festhallen, der zahlreichen Nebenbeizli und weiterer Vergnügungsstätten offen, um tausende von Gästen aus nah und fern an unserem Fest teilnehmen zu lassen. Bereits am Donnerstagabend fing das Dorffäscht an mit einem Super-Lottomatch in der Festhütte und ging am Freitagabend mit einer urchigen und gemütlichen Ländlermusik-Stubete mit 11 verschiedenen Kapellen und Jodlerformationen weiter. Die jüngere Generation kam in der Stockberghalle auf ihre Kosten mit der Dance Band Music Express und einer Show mit dem Boogie-Woogie- und Rock’n-Roll-Virtuosen Eric Lee. Am Samstagvormittag wurde ein Flohmärt durchgeführt und der Nachmittag stand ganz im Zeichen von Sport und Unterhaltung mit dem «schnellsten Märchler», Fussball-Geschwindigkeitsmessung, Autogrammstunde, Weltrekordversuch mit einer Riesenbowle und Helikopterrundflügen.

 

Einer der Höhepunkte war zweifelsohne der Fussballmatch zwischen einer Siebner Dorfmannschaft und einer Prominenten-Auswahl, in der so klingende Namen wie Fritz Künzli, Rosario Martinelli, Wolfgang Frank, die Ski-Stars Marie-Theres Nadig und Ernst Good, die Bobfahrer Erich Schärer und Ekkehard Fasser mitspielten. Das Prominenten-Team gewann diesen Match mit 8:6 Toren.

 

Am Gala-Abend liess Stargast Roy Black die Frauenherzen höher schlagen. Danach sorgten die Original Steiner Oberkrainer für Stimmung und gute Laune bis 3 Uhr früh. In der Stockberghalle war Tanz und Show mit dem Willy Scher Orchestra. Dazu luden wie jeden Abend die zahlreichen Beizli wie z.B. Aussenbeiz, Gourmetstube, Chäs-Stübli, Hühnerstall, Wurscht-Chessi, Kaffeestube, Bierschwemme, Penalty-Bar, Western-Bar oder der Lunapark zum Verweilen ein.

Am Sonntagmorgen waren die Tische gedeckt für ein reichhaltiges Buure-Zmorge, danach folgte ein Frühschoppen-Konzert. Am Nachmittag gings weiter mit einem Ballonflug-Wettbewerb für alle, ehe in der Festhütte ein unterhaltsames Rahmenprogramm, eine Talkshow und die Tombola-Ziehung das Siebner Dorffäscht abschlossen.

Es waren drei herrliche Tage, die uns dieses, in dieser Grösse noch nie dagewesene Fest bescherte. Das strahlende Wetter, die gutgelaunten Gäste, die gemütlichen Spezialitätenbeizli und die vielen Aktivitäten trugen alle zum guten Gelingen dieses «Superfestes» bei.

Der unermüdliche Einsatz der eifrigen Helfer, die glänzende Organisation des Festkomitees unter der Leitung von OK-Präsident Paul Sahli und SCS-Präsident Joe Schmalz sorgten dafür, dass dieses Fest in die Dorfgeschichte von Siebnen eingehen wird. Wichtigster Aspekt und zugleich erfreuliche Schlussbilanz dieses Grossanlasses ist aber bestimmt der kaum erwartete Reingewinn von ca. Fr. 70000.– zugunsten der neuen Fussballplätze.

1983/84 | neues Sportplatzprojekt

In der Vorrunde konnten die Heimspiele noch auf dem eigenen Platz ausgetragen werden. In der Rückrunde dagegen spielten alle Teams auswärts, ausser der 1. Mannschaft, die für ihre Heimspiele Gastrecht in Tuggen genoss.

Am 21. November 1983 starb unser Freimitglied und derzeitige Pressechef der Sportplatzkommission Kessler Josef im Alter von nur 48 Jahren.

Sportlich gesehen war diese Saison recht erfolgreich. Nach zwei Jahren zum Teil belächeltem «Mauerblümchen-Dasein» in der 4. Liga hat unsere 1. Mannschaft den Aufstieg in die 3. Liga endlich wieder geschafft. Ihre Bilanz darf sich sehen lassen: Von 18 Spielen wurden 17 gewonnen und nur gerade ein Match ging verloren. Sicher auch ein Verdienst des scheidenden Spielertrainers Bänziger Hansjörg und von Coach Diethelm Reto. Als neuer Spielertrainer konnte Bisig Albert verpflichtet werden.

Die Veranstaltungen schlossen mit sehr guten Ergebnissen ab. Die erstmals aufgestellte Rondelle am Siebner Märt (inkl. Tombola) warf einen unerwartet hohen Reingewinn von fast Fr. 12000.– ab. Auch der Lottomatch im Kollegium Nuolen mit ca. Fr. 4000.– sowie das Grümpelturnier mit ca. Fr. 7500.–, das wegen der Arbeiten auf dem Sportplatzareal auf dem Reitplatz bei der Garage Fuchs durchgeführt wurde, trugen wesentlich zum erfreulichen Rechnungsabschluss bei.

Die baulichen Arbeiten für den neuen Sportplatz sind in vollem Gange. So sind u. a. die Sickerleitungen für die Entwässerung sowie die Terrainverschiebungen bereits ausgeführt. Die bisherige Materialhütte musste abgebrochen werden. An ihrer Stelle soll mit einem Baukredit von Fr. 100000.– ein neues Clubhaus gebaut werden.

 

 

Über den Stand der Finanzierung des Sportplatzprojektes ist Erfreuliches zu berichten. _Die bisherigen Einnahmen aus dem Quadratmeterverkauf betragen Fr. 57500.–. Dazu kommen die zugesicherten Gemeindebeiträge von Schübelbach Fr. 30000.–, Galgenen _Fr. 15000.–, Wangen Fr. 10000.–, des Bezirks Fr. 5000.– und der Sport-Toto-Beitrag von _Fr. 75000.–. Zusammen mit dem Vereinsvermögen verfügt der Sportclub Siebnen über ein «Startkapital» von einer Viertelmillion Franken. Erwähnenswert sind auch die Spenden der SKA Lachen von Fr. 2500.–, der Jahrmarkt-Schausteller von Fr. 2400.–, der Marktkommission von Fr. 2000.– sowie der Kraftwerk Wägital AG von Fr. 1000.–.

1984/85 | zusätzliche 1000 m2 Land für die Erstellung eines Clubhauses

Das sportlich wie auch finanziell positiv verlaufene Vereinsjahr wurde leider überschattet durch den Tod unseres Freimitgliedes Wetli Sigi.

Die 1. Mannschaft setzte sich in der 3. Liga sehr gut in Szene und belegte mit 24 Punkten aus 20 Spielen und einem positiven Torverhältnis von 32:26 den hervorragenden 3. Schlussrang. Obwohl die Voraussetzungen nicht eben ideal waren, formierte sich die 2. Mannschaft im Verlaufe der Saison zu einem schlagkräftigen Team, das in einer Freundschaftsgruppe mit 20 Punkten aus 14 Spielen den 1. Platz erreichte. Die Junioren A holten an einem internationalen Juniorenturnier in Dieburg (D) den 2. Rang. Leider musste das Juniorenlager mangels Beteiligung abgesagt werden.

Dank den beiden neuen Schiedsrichtern Gysi Felix und Juchli Rolf verfügt der Sportclub derzeit über 3 «Pfeifenmänner» und konnte sich dadurch ein grosses Problem vom Hals schaffen.

Die hohen Kosten des Spielbetriebes können durch die Mitgliederbeiträge allein nicht mehr gedeckt werden. Dank den optimal verlaufenen Veranstaltungen (Grümpelturnier Fr. 5000.–, Jahrmarkt-Rondelle Fr. 12500 .–) konnte die Jahresrechnung dennoch mit einem sehr guten Ergebnis abschliessen. Zum finanziellen Erfolg trug auch eine grosse Portion Wetterglück bei.

Während den Sommerferien organisierte der Sportclub auf dem Coop-Parkplatz eine Vorausscheidung der ON-Sommerspiele, was der Vereinskasse einen Zustupf von Fr. 1400.– brachte.

Dank dem grossartigen Ergebnis am Dorffäscht ist man der Restfinanzierung der neuen Fussballplätze ein grosses Stück näher gekommen. Es fehlen zurzeit noch etwa Fr. 75000.–.

Dem Gesuch des Sportclubs um zusätzliche 1000 m2 Land für die Erstellung eines Clubhauses hat die Genossame Siebnen an ihrer Martini-Gemeinde entsprochen. Eine leidige Angelegenheit ist jedoch die Verzögerung des Baubeginns wegen Einsprachen einiger Anwohner. Ein Anwalt vertritt in dieser Angelegenheit die Interessen des Vereins.

An der GV wurden Gysi Felix, Zwicker Andreas, Schellenberg Rolf und Letter Wolfgang für ihre Verdienste und ihr Engagement zu Freimitgliedern geehrt.

Saison 1984/85 3. Liga Gruppe 2
 
1. Urdorf 20 29 42:20
2. Horgen 20 27 52:28
3. Siebnen 20 24 32:26
4. Adliswil 1b 20 21 36:35
5. Kilchberg 2 20 20 44:38
6. Wollerau 20 20 36:32
7. Freienbach 20 20 30:33
8. Wettswil-Bonstetten 20 19 37:44
9. Wädenswil 20 16 41:42
10. Langnau aA 20 12 33:49
11. Lachen 2 20 11 21:56

1985/86 | Einweihungsspiel auf dem neuen Platz geg. FC Tuggen

Am Samstag, 20. Juli 1985, wurde der neue Fussballplatz erstmals einer Belastungsprobe unterzogen. Quasi als Dank wurde der FC Tuggen eingeladen, um das inoffizielle Eröffnungsspiel zu bestreiten. Die Gäste gewannen das Spiel übrigens recht deutlich.

1985/86 war sportlich gesehen eine nervenaufreibende Saison. Nach einer miserablen Vorrunde zierte die 1. Mannschaft mit nur 2 Punkten aus 10 Spielen das Tabellenende, 7 Punkte hinter dem rettenden viertletzten Platz. Durch viele Verletzungen und Militärdienst (WK) schmolz das Kader zeitweise auf 13 Mann. Auf die Rückrunde hin konnten 2 neue Spieler verpflichtet werden: als Torhüter Sarovic Milan von Wädenswil (früher Dinamo Zagreb) und als Stürmer Fleischmann Hermann von Lachen (ehemals FCZ-Reserven). Die Mannschaft spielte nach der Winterpause wie verwandelt und reihte Sieg an Sieg. Mit 15 Punkten aus den restlichen 8 Spielen reichte es am Ende der Saison sogar zum 5. Schlussrang.

Die Reseven beendeten die Meisterschaft auf dem guten 4. Platz. Die Juniorenabteilung wies unterschiedliche Erfolge auf. Die C-Junioren belegten den 1. Rang und schafften den Aufstieg. 8 Spieler nahmen am «Champion-Cup» teil, wovon 3 sich für die nächste Runde qualifizieren konnten. Ein Spieler (Mächler Erich) kann sogar bei der Regionalauswahl teilnehmen.

Mit etwa 20 Personen war dem Skiweekend der Senioren auf dem Stoos ein schöner Erfolg beschieden. Das Kantonalturnfest, für welches der Sportclub seinen neu erstellten Fussballplatz zur Verfügung stellte, verlief unsererseits positiv.

Trotz des negativen Bescheids in Sachen Clubhausneubau durch das Bezirksgericht hat sich die ganze Angelegenheit doch noch zum Guten gewendet. An ihrer a. o. Genossengemeinde hatte die Genossame Siebnen beschlossen, dem SCS oberhalb des Ballfängers Land für die Erstellung einer eigenen Zufahrtsstrasse zu geben. Damit steht dem Bau des Clubhauses nichts mehr im Wege.

Die baulichen Arbeiten am neuen Sportplatz sind ausser einiger kleiner Fronarbeiten soweit fertig. Das zweite Spielfeld, das als Trainingsplatz vorgesehen ist, steht erst im kommenden Jahr zur Verfügung. Die Restschuld beträgt noch etwa Fr. 45000.– und dürfte dank der wiederum guten Veranstaltungsergebnisse (Grümpi Fr. 8000.–, Jahrmarkt-Rondelle Fr. 11500.–) noch weiter abgebaut werden können.

1986/87 | Wittwer Otto zum Ehrenmitglied

Das Saisonziel, den Ligaerhalt zu wahren, wurde erreicht. Nach der Vorrunde belegte die _1. Mannschaft zwar einen Mittelfeldplatz, doch die Punkteabstände waren so gering, dass man mit einer Niederlage bereits wieder im Abstiegsstrudel gelandet wäre. Dank einem guten Rückrundenstart konnte man sich jedoch frühzeitig retten. 17 Punkte aus 16 Spielen reichten schliesslich zum 4. Tabellenplatz.

Die 2. Mannschaft spielte lange Zeit im Aufstiegskampf mit, musste sich aber Ende Saison mit dem 4. Schlussrang (16 Spiele, 21 Punkte) begnügen. Die Senioren holten aus 12 Spielen 15 Punkte und erreichten damit den ausgezeichneten 3. Schlussrang.

Nach 3-jähriger erfolgreicher Tätigkeit hat Bisig Albert als Trainer demissioniert, er bleibt dem Verein aber weiterhin als Spieler erhalten. Neuer Spielertrainer für die nächste Saison wird Sarovic Milan.

Die zahlreichen Veranstaltungen – ON-Spiele, Grümpelturnier, Jahrmärt-Rondelle, Etzelturnier und der erstmals durchgeführte Tanzabend mit dem Trio Chesty – brachten dank einigem Wetterglück mit insgesamt etwa Fr. 20000.– einen beachtlichen finanziellen Erfolg. Durch die Bandenwerbung flossen zusätzlich Fr. 8000.– in die Vereinskasse. Um dem Sportclub zusätzliche Geldquellen zu erschliessen, wurde eine Gönnervereinigung (100er-Club) gegründet.

Die detaillierte Bauabrechnung für die neuen Sportplätze liegt mit Fr. 416000.– sogar unter dem Kostenvoranschlag. Dem Baukommissionspräsidenten Schätti Erwin wird für seine enorme Arbeit herzlich gedankt. Für den Platzunterhalt durch die Firma Zweifel muss mit jährlichen Kosten von Fr. 15000.– gerechnet werden.

Die administrativen Kosten des Verbands sind massiv gestiegen, daher wird auch der Jahresbeitrag für die Aktiven neu auf Fr. 150.– festgelegt. Pro beitragspflichtiges Mitglied erhält die jeweilige Mannschaftskasse Fr. 30.– zurück. Dieser Betrag soll auf diejenigen Spieler aufgeteilt werden, die für den Verein arbeiten.

Negative Eindrücke aus präsidialer Sicht waren die mangelnde Bereitschaft zu Fronarbeiten, die leider immer bei den gleichen Leuten liegt, sowie die Tatsache, dass nur 80% der Mitglieder bereit war, die Anteilschein-Aktion für die Teilfinanzierung des neuen Clubhauses zu unterstützen. Trotzdem war dieser Aktion mit gut Fr. 60000.– ein schöner Erfolg beschieden.

Bommer Bruno wird für seine immensen Arbeiten an Sportplatz und Clubhaus zum Freimitglied gewählt. Wittwer Otto erhält wegen seines grossen Arbeitseinsatzes für den Verein die Ehrenmitgliedschaft.

Saison 1986/87       3. Liga, Gruppe 1
1. Freienbach 16 24 39:18
2. Lachen 16 22 24:14
3. Oberrieden 16 18 32:23
4. Siebnen 16 17 25:23
5. Wollerau 16 15 18:24
6. Kilchberg 2 16 14 23:33
7. Horgen 2. 16 13 15:16
8. Richterswil 16 11 21:39
9. Einsiedeln 2 16 10 17:25

1987/88 | AUFSTIEG IN DIE 2. LIGA !

Sportlich gesehen war der Aufstieg der 1. Mannschaft in die 2. Liga nicht nur Saisonhöhepunkt, sondern zugleich auch der sportliche Höhepunkt überhaupt in der bisher 30-jährigen Vereinsgeschichte des SC Siebnen. Unser Fanionteam holte aus 22 Spielen 39 Punkte, schoss 77 Tore und kassierte lediglich 21 Gegentreffer – eine stolze Bilanz. Ziltener Richard, der das Traineramt nach dem Wechsel von Torhüter Sarovic zum FC Tuggen übernahm, steht dem SC Siebnen weiterhin zur Verfügung. Die 1. Mannschaft verfügt derzeit über ein grosses Kader mit einigen überdurchschnittlichen Spielern. Wenn diese Leistungsträger weiterspielen und der Einsatz aller stimmt, stehen in der kommenden Saison die Chancen für den Ligaerhalt gut. 
Nigsch R., Bänziger Hj., Sahli U., Ronner Ch., Bisig A., Vogt M., Bamert Hp., Sarovic M.,Gavriovic R., Diethelm R.
Pfister E., Laib A., Fleischmann H., Kalt M,

Für die 2. Mannschaft, die einen Mittelfeldplatz belegte, konnte für die neue Saison mit Ruoss Urs ebenfalls ein Trainer gefunden werden. Bei den Senioren belegte die 1. Mannschaft den 3. Rang mit 16 Punkten aus 12 Spielen; die 2. holte wohl weniger Punkte, Stimmung und Geselligkeit waren aber trotzdem gut.

Grümpi, Jahrmarkt-Tombola und Festwirtschaft, aber auch der Tanzanlass und das 1. Int. Junioren-A-Turnier sowie die Gönner- und Passivbeiträge trugen wesentlich zum finanziellen Erfolg bei. Erwähnenswert ist der Eingang einer Spende eines Unbekannten von _Fr. 9000.–.

Erfreulich in jeder Hinsicht ist unsere neue Infrastruktur mit zwei schönen Plätzen und einem gefälligen, funktionell idealen Clubhaus, das bereits zum Rückrundenbeginn betriebsbereit war. Das Clubhaus-Restaurant, das von Lehnherr Irene geführt wird, erzielte bisher einen unerwartet guten Umsatz. Zins und Amortisation der Sportanlage sollten durch den Umsatz des Clubhauses bezahlt werden können.

Als Anerkennung und Dank wurden Bommer Josef für seine grosse Arbeit an Sportplatz und Clubhaus sowie Amann Helmut für seinen langjährigen Einsatz in der Juniorenabteilung zu Freimitgliedern gewählt.

Saison 1987/88       3. Liga, Gruppe 1
1. Siebnen 22 39 77:21*
2. Adliswil 22 29 57:46
3. Wollerau 22 25 45:41
4. Oberrieden 22 23 46:41
5. Red Star 2 22 22 45:37
6. Lachen 22 22 40:38
7. Kilchberg 2 22 21 46:61
8. Wädenswil 2 22 20 39:38
9. Wipkingen 22 18 43:50
10. Horgen 2 22 18 37:58
11. Albisrieden 2 22 15 37:60
12. UD Orense 22 12 30:59

* Aufstieg in die 2.Liga

Die Torschützen
Fleischmann Hermann 24
Bänziger Hansjörg 19
Gavrilovic Radi 8
Laib Anton 8
Pfister Edgar 4
Diethelm Reto 3
Ronner Christof 3
Sahli Urs 1
Bisig Albert 1
Nigsch Roland 1
Hüppin Fredi 1

1988 | Einweihung des neuen Sportplatzes

Am 23. Juli 1988 fand die offizielle Einweihung des Sportplatzes statt. Im Beisein von verschiedenen Behördevertretern aus den drei «Siebner Gemeinden», Diethelm Josef, dem Vertreter des Kantonalen Jugend- und Sportamtes, sowie Lumpert Xaver, dem Präsidenten des Schwyzer Fussballverbandes, konnten die Fussballplätze wie auch das gediegene Clubhaus ihrer Bestimmung übergeben werden.

In seiner Begrüssungsrede zeigte Präsident Schmalz Josef den zahlreichen Gästen den langen Weg auf, den der SC Siebnen für diesen Sportplatz beschreiten musste. Er erinnerte an vergangene Zeiten, wo der Sportclub seine Spiele noch auf einem «Acker» bestritt und die Umkleidekabine eine Materialbaracke war. Seit auch das Clubhaus, mehrheitlich in Fronarbeit, fertiggestellt ist, darf man mit berechtigtem Stolz sagen, dass das «Ausserdorf» zu einer Augenweide für Fussballer und Matchbesucher geworden ist. Der Bruttowert der gesamten Anlage beläuft sich auf etwa 900000 Franken. Damit die Sportplätze auch in Zukunft das heutige Aussehen bewahren, muss mit jährlichen Unterhaltskosten von rund 27000 Franken gerechnet werden.

Zum Schluss würdigte er die Verdienste des ehemaligen Genossenpräsidenten Mächler Johann sowie des amtierenden Gemeindepräsidenten Schätti Erwin, die massgeblichen Anteil daran hatten, dass die Sportanlagen realisiert werden konnten. Selbstverständlich dankte er auch allen Gönnern und Freunden für die aktive und passive Unterstützung während der Erstellungsphase.

Danach stellte Pfarrer Niederberger die gesamte Anlage unter den Schutz Gottes. In seiner kurzen Ansprache ermahnte er die Anwesenden, stets das Zusammengehörigkeitsdenken zu fördern. Im Anschluss an den feierlichen Einweihungsakt fand als sportlicher Höhepunkt das Finalspiel des Eröffnungsturniers statt.

Anlässlich der Eröffnung der neuen Sportanlage wurde vom 20. bis 23. Juli ein internationales Freundschaftsturnier ausgetragen. Daran beteiligten sich der FC Stuttgart-Zuffenhausen (Porsche-Werksteam, höchste deutsche Amateurliga), der FC Red Star Zürich (1. Liga), der FC Zug (1. Liga) und der Gastgeber Sportclub Siebnen (2. Liga). Die Einheimischen qualifizierten sich dank einem überraschenden 6:2-Sieg gegen Red Star fürs Final. Nach einer vor allem in der Schlussphase starken Leistung verloren die Gastgeber gegen den deutschen Oberligisten Zuffenhausen nur ganz knapp mit 2:3 Toren. Im Spiel um den 3. Platz hatte Red Star dank einem 2:1-Sieg gegen den FC Zug die Nase vorn. Trotz der teilweise grossen Hitze an den Turniertagen wurde den Zuschauern anspruchsvolle Fussballkost geboten.

1988/89 | Wiederabstieg in die 3. Liga (2 Punkte Diff.!)

Die sportliche Bilanz wies in der vergangenen Saison Licht und Schatten auf. Die 1. Mannschaft musste leider nach nur einjährigem Aufenthalt in der 2. Liga wieder in den sauren Apfel beissen. Mit 16 Punkten aus 22 Spielen fehlten in der Endabrechnung lumpige 2 Punkte, um dem Abstieg in die 3. Liga zu entrinnen.

Die 2. Mannschaft holte aus 14 Spielen beachtliche 24 Punkte, wurde damit Gruppensieger und steigt in die 4. Liga auf. Die Senioren schafften mit 21 Punkten aus 12 Spielen ebenfalls den Gruppensieg, scheiterten dann aber im Aufstiegsspiel in die Promotionsklasse mit 5:0 in Uznach.

Die dank Petrus optimal verlaufenen Veranstaltungen waren mit insgesamt rund Fr. 28000.– Reingewinn wiederum Lichtblicke im Vereinsjahr. Nicht zu vergesssen sind die Passiv- und Gönnerbeiträge, die Bandenwerbung und die überdurchschnittlichen Matcheinnahmen von Fr. 5000.–, die dem Verein zu einer ausgeglichenen Jahresrechnung verhalfen.

Die detaillierte Bauabrechnung des Clubhauses liegt vor; die Total-Baukosten belaufen sich auf Fr. 465000.–. Der Umsatz des Clubhaus-Restaurants beträgt etwa Fr. 30000.–, was dem Sportclub einen Gewinn von etwa 40% einbringt. Das ehemalige Wirte-Ehepaar Letter übernimmt neu das Clubhaus-Restaurant.

Die Juniorenbeiträge müssen um Fr. 20.– angehoben werden, um nur kostendeckend zu sein.

Nach sechsjähriger, erfolgreicher Tätigkeit, die durch einige markante Vereinshöhepunkte geprägt waren, tritt Schmalz Josef als Präsident zurück. Als Dank für seine grossen Verdienste für den Sportclub Siebnen wird er zum Ehrenmitglied ernannt. Die gleiche Ehre wird Oechslin Benno zuteil. Als neuen Präsidenten wählt die Versammlung Müller Willi. Caviezel Peter, Häni Walter und Wetli Peter werden von «normalen» zu Freimitgliedern befördert.

1989/90 | Wieder AUFSTIEG in die 2. Liga !

An einer a. o. Vorstandssitzung Ende Dezember 1989 legte Müller Wili sein Präsidentenamt nieder, weil er sich beruflich verändern und deshalb Siebnen verlassen werde. Durch diesen Rücktritt wird der Vizepräsident Ruoss Kurt bis Ende Saison die Geschäfte weiterleiten.

Im Schweizer Cup gewann Siebnen gegen den Nachbarn Buttikon (2. Liga) klar mit 4:0 Toren. Nach nur einer Saison in der 3. Liga gelang der 1. Mannschaft der Wiederaufstieg in die _2. Liga. Mit 33 Punkten aus 22 Spielen belegte sie hinter Wädenswil den ausgezeichneten _2. Tabellenplatz. Sie profitierte jedoch als punktebester Vizemeister aller 6 Gruppen vom Aufstieg Altstettens in die höchste Amateurklasse.

Die 2. Mannschaft erreichte in der 4. Liga den 6. Platz und die 3. Mannschaft in der 5. Liga den 7. Platz. Die Senioren werden Dritte, 2 Punkte hinter Gruppensieger Freienbach.

An der Generalversammlung wird Wittwer Otto zum neuen Präsidenten gewählt. Bei der Fussballschule wird ein Jahresbeitrag von Fr. 30.– festgelegt, der für die Tenüreinigung verwendet werden soll.

Andermatt Walter wird für seine 14-jährige, aufopfernde Tätigkeit als Sekretär zum Ehrenmitglied gewählt. Für seine langjährige, tatkräftige Mitarbeit als Juniorenobmann und bei Grümpelturnieren wird Bucher Gebhard ebenfalls zum Ehrenmitglied gewählt.

Saison 1989/90       3. Liga, Gruppe 1
1. Wädenswil 1a 22 39 82:15
2. Siebnen 22 33 50:23*
3. Thalwil 22 32 52:26
4. Richterswil 22 26 48:30
5. Kilchberg 2 22 25 44:35
6. Red Star 2 22 25 44:38
7. Lachen 2 23 38:32
8. Wiedikon 2 22 17 34:50
9. Young Fellows 2 22 16 29:51
10. Horgen 2 22 15 35:50
11. Oberrieden 22 10 30:62
12. Urdorf 1b 22 3 25:99

* Aufstieg in die 2.Liga

1990/91 | zum zweiten Mal Rücktritt des Präsidenten während der Saison / SCS zurück in die 3. Liga mit Buttikon und Lachen

An der a. o. Generalversammlung sprachen sich die Anwesenden einstimmig für ein neues Versuchskonzept für die Dauer von 2 Jahren aus. Das neue Konzept sieht vor, den Vorstand in zwei Teile zu gliedern, in eine Betriebskommission und in eine Administrationskommission. Anhand eines Organigramms wurden die Kompetenzen genau aufgeteilt und für die einzelnen Positionen ein Pflichtenheft erstellt. Ebenfalls zugestimmt wird einer Sanierung des Trainingsplatzes (Tiefenerrifizierung plus Einbringen von 50 m3 Sand und Ansäen) in Kostenhöhe von Fr. 12000.–.

Die Saison 1990/91 war ein strubes Jahr für den Verein. Schon zum zweiten Mal hatten wir einen Rücktritt des Präsidenten während der Saison. Die Vereinsführung wird nun gemäss dem neuen Konzept der a.o. GV auf zwei Schultern verteilt. Vorsitzender Administration ist Schnyder Werner, Vorsitzender Betriebskommission Schuler Josef.

Die 1. Mannschaft konnte sich leider in der 2. Liga nicht behaupten. Aus 22 Spielen totalisierten 16 Punkte, gleichviel wie der Drittletzte der Gruppe. Das Entscheidungsspiel gegen Turicum um den Abstieg endete 2:2 Unentschieden. Das anschliessende Penaltyschiessen entschieden die Zürcher mit 9:10 knapp für sich. Zusammen mit Mitabsteiger Buttikon treffen sie in der 3. Liga auf Lachen, womit in der neuen Saison bereits für interessante Märchler Derbys gesorgt ist.

Der zurückgetretene Trainer, Ziltener Richard, wird für seine 4-jährige erfolgreiche Arbeit mit einem Blumenstrauss geehrt. Kälin René übernimmt als Spielertrainer die 1. Mannschaft.

Saison 1990/91       2. Liga, Gruppe 3
1. Freienbach 22 32 45:20
2. Wiedikon 22 32 44:28
3. Juventus Zürich 22 29 44:24
4. Wädenswil 22 27 34:20
5. Horgen 22 25 35:31
6. Blue Stars 22 22 30:29
7. Albisreiden 22 19 26:35
8. Dietikon 22 18 29:40
9. Inter Club 22 18 17:29
10. Turicum 22 16 25:34
11. Siebnen 22 16 23:38*
12. Buttikon 22 10 31:55

* Entscheidungsspiel um den Abstieg:
Siebnen-Turicum 2:2 / 9:10 n.P.

1991/92 | Gemeinde Schübelbach spricht dem SCS 100'000 Fr. zu (Restkosten der neuen Sportanlage)

Der SC Siebnen und der FC Buttikon gelangten gemeinsam mit einem Finanzierungsgesuch an die Gemeinde Schübelbach. An der Urnenabstimmung vom 8. Dezember sprach der Souverän unserem Verein einen Beitrag von Fr. 100000.– zur Restkostenfinanzierung der neuen Sportanlage zu, was die Jahresrechnungen zukünftig kräftig entlasten wird. Weiter erhält der Sportclub eine jährliche Zahlung von Fr. 10000.– an die Platzunterhaltskosten. Die Gemeinde Galgenen hat ebenfalls einen Beitrag von Fr. 10000.– zur Restkostenfinanzierung zugesprochen. Beiden Gemeinden gebührt dafür der herzlichste Dank. Einzig von der Gemeinde Wangen erhielten wir für dasselbe Gesuch eine negative Antwort.

Nach einjähriger Versuchsphase hat sich das neue Führungskonzept (Administration/Betriebskommission) recht gut bewährt. Die erhoffte Arbeitsteilung und die damit verbundene Entlastung wurde erreicht. Die Jahresrechnung schliesst mit Mehreinnahmen von gut Fr. 6000.– ab, was einerseits auf gute Vereinsanlässe, andererseits auf einen ausserordentlichen Beitrag des 100er-Clubs über Fr. 10000.– sowie eine nicht mehr notwendige Schuldenabzahlung von Fr. 9000.– zurückzuführen ist.

In dieser Saison hatten ganz klar die Finanzen Priorität, obschon auch in sportlicher Hinsicht gute Ergebnisse erzielt wurden. Die 1. Mannschaft erspielte sich mit 29 Punkten aus 22 Spielen, nur einen Punkt hinter Gruppensieger Red Star, den hervorragenden 2. Tabellenplatz. Die 2. und 3. Mannschaft belegte den 10. bzw. 4. Schlussrang.

An der GV wird Gerber Charles als besonders verdienter Mann geehrt und zum Ehrenmitglied ernannt.

1992/93 | Grümpi wird zum Plauschturnier / Steinstoss-Cup auf dem "Ausserdorf"

Am 17. Februar mussten wir leider von unserem verdienten Gründungs- und Ehrenmitglied Bucher Walter für immer Abschied nehmen. Er hatte während vielen Jahren unsere Vereinsgeschichte mitgeschrieben und geprägt.

Die 1. Mannschaft erreichte in der 3. Liga den 7. Schlussrang und holte sich aus 21 Spielen 22 Punkte. Ende Saison verlässt Spielertrainer Kälin René den Sportclub Siebnen. Sein Nachfolger als Spielertrainer wird Wunder Markus. Siebnen 2a ist mit 22 Punkten aus 14 Spielen auf dem ausgezeichneten 2. Schlussrang zu finden.

Da auf die neue Saison hin 3 Schiedsrichter gemeldet werden konnten, sind vom Verband her keine Sanktionen zu erwarten. Vom grossen Frühlingsfest mit den «Zillertaler Schürzenjägern» erhofften wir uns einen besseren Erfolg als mit dem üblichen Frühlingsball. Dieses Vorhaben ist leider misslungen. Bezüglich Ergebnis wird nur mit einem kleinen Gewinn gerechnet.

Aufgrund der Vorfälle bei früheren Grümpelturnieren (Schlägereien, massive Protestflut und Bedrohungen) und wegen noch schlimmeren Vorkommnissen auf andern Fussballplätzen wird das «Grümpi» durch ein Dorfturnier mit Abwicklung an einem Tag ersetzt. Gleichzeitig führen die Steinstösser March auf dem Sportplatzareal ihren Steinstoss-Cup durch. Der finanzielle Ertrag wird durch den verkleinerten Umfang wohl geringer sein, aber man muss anerkennen, dass es auch andere Werte als nur den Gewinn gibt.

Ruoss Kurt, der im Sportclub schon viele Ämter innehatte und auch beim Bau des Clubhauses immer zur Stelle war, wird an der 35. Generalversammlung zum Ehrenmitglied gewählt.

1993/94 | Ersterscheinung der SCS-News / Roland NIgsch zum Präsidenten gewählt

Die Totalrevision der Vereinsstatuten wurde vom Zentralsekretariat des SFV genehmigt. Erstmals konnten die Senioren/Veteranen das Plausch-Eishockeyspiel gegen die Männerriege Altendorf in der Eishalle «Herti» in Zug zu ihren Gunsten entscheiden. Der Sportclub Siebnen übernimmt an der «Guggeritis» den Plakettenverkauf.

Im März 1994 erscheint die 1. Ausgabe der SCS-News, die fortan dreimal im Jahr erscheinen soll und über das Wichtigste im Verein informieren soll.

Das Trainerverhältnis mit Wunder Markus wird nach der Vorrunde aufgelöst. In der Rückrunde wird die 1. Mannschaft von Leuzinger Willy trainiert. Mit dem 9. Schlussrang (22 Spiele, 16 Punkte) konnte das Saisonziel «Ligaerhalt» erreicht werden. Die 2. Mannschaft nahm die Rückrunde als Wintermeister in Angriff, doch Personalpech machte ihr einen dicken Strich durch die Rechnung und liess sie auf den 4. Tabellenplatz abrutschen. Die Veteranen konnten sich Ende Saison Gruppensieger nennen, leider ging das Aufstiegsspiel in die Meisterklasse gegen Volketswil unglücklich mit 2:3 verloren. Im Veteranen-Cup kam das Aus in der 3. Runde gegen Red Star Zürich. Die Juniorenmannschaften vermochten sich allesamt in den vorderen Tabellenrängen zu klassieren.

Anlässlich des Dorfturniers wird im Festzelt auf einer Grossleinwand das WM-Spiel USA–Schweiz direkt übertragen.

Unser «Mitpräsident» Schnyder Werner hat nach sechsjähriger Tätigkeit im Vorstand seinen Rücktritt eingereicht. Für seine grossen Verdienste für den SCS erhielt er an der GV die Freimitgliedschaft. Als Nachfolger wählte die Versammlung Nigsch Roland. Als eines der Hauptziele, die er sich für die nächste Zeit gesteckt hat, erwähnte er die Juniorenförderung. Dies sei das Kapital für einen gesunden Landclub, welcher auf einem starken Fundament stehen wolle.

1994/95 | FC Juventus zurück aus Reichenburg / FC Lachen wird 100-jährig

Auf Ende der letzten Saison hat sich der 100er-Club aufgelöst und das Restvermögen dem SCS vermacht. Im Spätherbst 1994 hat sich nun ein neues Sponsoren-Team formiert. Es bezweckt die zusätzliche Mittelbeschaffung sowie die moralische Unterstützung der sportlichen Ziele und Aktivitäten des SC Siebnen.

Da sich der Trainer wiederholt den Anweisungen des Vorstandes widersetzt hat, ist eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich. Auf die Rückrunde wird Hüppin Alfred als neuer Trainer der 1. Mannschaft eingestellt und ihm volle Kompetenz erteilt.

Gemäss der neuen Statuten trifft man sich zum ersten Mal Anfang Jahr zur Generalversammlung.

Das Gesuch um Landzupacht für das Sandplatzprojekt-Ost wurde von der Genossame Siebnen abgelehnt. Das Projekt Variante West mit einem Budget von Fr. 80000.– wird in Anbetracht der heutigen Finanzlage vorläufig zurückgestellt. Die Überdachung der Sitzgelegenheit beim Clubhaus wird ebenso zurückgestellt, dafür wird die Anschaffung eines Occasionzeltes gutgeheissen.

Der FC Juventus Reichenburg hat infolge Kündigung ihres Sportplatzes auf Ende 1995 den Antrag auf Wiederaufnahme in den Sportclub Siebnen gestellt. An der a. o. GV im Juli wird die Integration des FC Juventus in den Sportclub Siebnen praktisch einstimmig gutgeheissen.

Um sich zusätzliche finanzielle Mittel zu beschaffen, führte der Sportclub zahlreiche Veranstaltungen durch. So u. a. einen Tanzabend mit den «Original fidelen Mölltalern», das Kinderfussballturnier zum 100-jährigen Jubiläum des SFV, das Jun.-E+F-Turnier mit 24 Mannschaften, das Etzelturnier für Jun. C, das Dorfturnier und das Int. Jun.-A-Turnier mit Abendunterhaltungen.

Die 1. Mannschaft holte sich in der Rückrunde 10 Punkte aus ebenso vielen Spielen und sicherte sich damit den Ligaerhalt. Die Senioren gewannen das Hallenturnier in Sargans. In der Meisterschaft wurden sie Gruppensieger, verloren aber das Aufstiegsspiel gegen Einsiedeln mit 3:1. Die Veteranen wurden erneut Gruppensieger und schafften diesmal den Aufstieg in die Meisterklasse. Auch im Cup konnten sie erst im Halbfinal von Winterthur, dem Gruppenersten der Meisterklasse, mit 4:6 Toren gestoppt werden.

Die Junioren A erreichten am Turnier in Dieburg (Deutschland) den 3. Rang, und die _B-Junioren stiegen in die 1. Stärkeklasse auf. Im Jubiläumsspiel zur 100-Jahr-Feier des FC Lachen besiegten die Veteranen ihre gleichaltrigen Gastgeber mit 5:2. Anlässlich des 75-jährigen Jubiläums des DJK Viktoria Dieburg (D) erreichte eine gemischte Senioren-Veteranen-Mannschaft an einem Turnier für «Aktive» den beachtlichen 4. Schlussrang.

Der Sportclub Siebnen zählt zurzeit 300 Mitglieder, davon sind rund die Hälfte Junioren. Zusätzlich unterhält der Verein eine eigene Fussballschule mit gut 50 Kindern.

1995/96 | Abstieg der 1. Mannschaft in die 4. Liga / SC Juventus schafft bereits im 1. Jahr den Aufstieg in die 4. Liga.

Das Skiweekend der Senioren und Veteranen (mit Anhang) auf dem Stoos feierte das 10-jährige Jubiläum; wie immer mustergültig organisiert von Bollmann Max und Bommer Bruno.

Das jährliche Budget des Vereins beträgt Fr. 130000.–. Einen dicken Strich durch die Erfolgsrechnung machten uns die Gemeinden Galgenen und Wangen, die uns einen jährlichen Beitrag für den Platzunterhalt von Fr. 8000.– bzw. Fr. 5000.– versagten, obschon 70 bzw. 50 Vereinsmitglieder aus diesen beiden Gemeinden sind! Konsequenz – eine Erhöhung der Mitgliederbeiträge wird unvermeidbar.

Nur dank den Einnahmen aus dem Clubhausbetrieb konnte das Vereinsjahr mit einem bescheidenen Defizit abschliessen. Erwähnung verdient die Tischset-Aktion der Senioren und Veteranen, die 4000 Franken abwarf und fast vollumfänglich der Juniorenabteilung zugute kommt.

Das traurigste Kapitel der abgelaufenen Saison war zweifellos der Abstieg der 1. Mannschaft aus der 3. Liga. Nach dem Rücktritt des bisherigen Trainers aus familiären Gründen übernahm ab der Rückrunde Berger Daniel als Spielertrainer das Fanionteam. Mit 7 Punkten aus 12 Spielen startete man in die Rückrunde. Aus den restlichen 10 Partien gesellten sich nur gerade 5 Punkte dazu. Man will nun versuchen, mit eigenen jungen Spielern neu anzufangen und den baldmöglichen Wiederaufstieg anzustreben.

Der problemlos integrierte FC Juventus schaffte bereits im ersten Jahr seiner Vereinszugehörigkeit den Aufstieg in die 4. Liga. Die Senioren verpassten den Aufstieg nur wegen der schlechteren Tordifferenz gegenüber dem punktgleichen Wetzikon. Die Veteranen mussten nach nur einjähriger Zugehörigkeit die Eliteklasse wieder verlassen. Im Veteranencup dagegen erreichten sie den Viertelfinal.

Als Lichtblick für die Zukunft darf die Bilanz der Juniorenabteilung gewertet werden. Die C-Junioren erreichten den Cup-Halbfinal. Die D- und C-Junioren stiegen in die Elite- und die B-Junioren in die 1. Stärkeklasse auf. Zudem wurden einige Spieler in die neu geschaffene Regionalauswahl berufen.

1996/97 | Gebi Bucher geehrt für seine Grosse Arbeit als J&S Coach während 25 Jahren

Im Zusammenhang mit der Platzsanierung während der Sommerpause einige interessante Angaben: Pro Saison werden über 60 Spiele auf den beiden Fussballplätzen ausgetragen, wobei die diversen Turniere und die Trainings sämtlicher Mannschaften noch dazu kommen!

Anlässlich des 10. Int. Jun.-A-Turniers traf sich am Freitagabend die SCS-Familie zu einem gemütlichen Unterhaltungsabend mit Nachtessen im Festzelt.

Die 1. Mannschaft verzeichnete einen schlechten Saisonstart, doch nach der Vorrunde betrug der Rückstand auf den Leader Thalwil lediglich 2 Punkte. Am Schluss der Meisterschaft war es schliesslich der enttäuschende 4. Rang mit 6 Punkten Rückstand auf Thalwil. Die Punkte wurden vorwiegend in den Auswärtsspielen verschenkt. In den Heimspielen blieb man ungeschlagen und holte 28 Punkte, auswärts dagegen schauten bloss 8 Punkte heraus. Positiv ist das Erreichen der 1. Hauptrunde im Schweizer Cup.

Die 2. Mannschaft belegte den guten 2. Tabellenrang, ebenso wie die Senioren. Die Veteranen mussten wegen der Hinaufsetzung der Altersgrenze auf 40 Jahre in der Senioren-_liga spielen, wo sie sich gegen die «Jungen» recht beachtlich schlugen. Die C-Junioren sind in die Eliteklasse aufgestiegen.

Wie immer steht unser Verein in einem sportlichen und finanziellen Wechselspiel. Auch wenn Aufwand und Ertrag an den Veranstaltungen nicht immer in einem idealen Verhältnis stehen, ist es uns einmal mehr gelungen, die Jahresrechnung ausgeglichen zu präsentieren.

Erwähnenswert ist der Sponsorenlauf der Juniorenabteilung, die an einem einzigen Nachmittag rund 10000 Franken erwirtschaftete.

Durch die verschiedenen Fremdvermietungen konnten die Anschaffungskosten des Festzeltes innert 2 Jahren amortisiert werden.

Bei den Junioren waren nicht weniger als 30 Neuanmeldungen zu verzeichnen. Bucher Gebhard wird für seine grosse Arbeit als J+S-Leiter geehrt. Er engagiert sich nun schon während 25 Jahren in vorbildlicher Art und Weise in diesem Bereich.

1997/98 | Roland Nigsch übergibt das Zepter an Urs Ruoss / Jubiläum 40 Jahre SCS, 10 Jahre Platzeröffnung

Das Vereinsjahr war einmal mehr geprägt von sehr vielen Veranstaltungen, aber auch von sportlichen Turbulenzen und viel Arbeit. Die 1. Mannschaft beendete die Vorrunde mit 19 Punkten aus 9 Spielen und steht mit 4 Punkten Rückstand auf dem 4. Tabellenplatz. In der Rückrunde darf man sich also praktisch keine Verlustpunkte mehr erlauben, will man den angestrebten Aufstieg doch noch realisieren.

Den Junioren A gelang der Aufstieg in die 1. Stärkeklasse. Die Senioren sind mit 14 Punkten aus 6 Spielen und die Veteranen mit 19 Punkten aus 7 Spielen Herbstmeister geworden.

Praktisch mit allen Veranstaltungen konnten die finanziellen Ziele erreicht werden. Im Zusammenhang mit den Finanzen ist speziell die Arbeit im Bereich Jugend und Sport zu erwähnen, die mit einem Rekordergebnis aufwartete.

Nach der strukturellen und finanziellen Konsolidierung gilt es nun das Augenmerk vermehrt auf den sportlichen Erfolg zu richten.

An der 40. GV vom 20. März 1998 übergab Nigsch Roland die Vereinsführung an Ruoss Urs. Für seine vierjährige, fruchtbare Arbeit für den Sportclub wurde dem scheidenden Präsidenten ein verdientes Abschiedsgeschenk überreicht.

Zwicker Andreas, Häni Walter und Ziltener Peter wurden für 10 Jahre OK-Tanzabend mit einem Präsent geehrt.

Als nächster grosser Höhepunkt in der Vereinsgeschichte stehen uns Anfang August die Feierlichkeiten zum Jubiläum 40 Jahre Sportclub Siebnen und 10 Jahre Fussballplatzeröffnung bevor.

Der Autor dieser Chronik wünscht allen Mannschaften in sportlicher Hinsicht viel Erfolg und dem Vorstand das nötige Geschick, um das Vereinsschiff auch in stürmischen Zeiten sicher auf Kurs zu halten.

1998/99 | der SC Juventus schafft in einem dramatischen Spiel den Aufstieg. Die Teams der 1. Mannschaft und des SC Juventus werden vereint.

Der 1. Mannschaft unter dem neuen Trainergespann Kaspar Kistler/ Rolf Diethelm wird als Leistungsziel das Erreichen eine Platzes unter den ersten drei aufgetragen. Nachdem die Mannschaft nach der Vorrunde nur drei Verlustpunkte hinter Leader Affoltern liegt, werden die Ziele höher geschraubt: Der Aufstieg soll angestrebt werden. Gegen Ende der Saison häufen sich aber die Punktverluste, so dass auch der 4:1-Kantersieg in Affoltern nichts mehr daran ändert, dass Siebnen den 2. Schlussrang belegt. Der Sportclub Siebnen hat aber glücklicherweise noch ein zweites Eisen im Feuer, die Italiener-Equipe des SC Juventus, setzt sich bald einmal ein Spitzenduo ab, bestehend aus Wädenswil und Siebnen. Am vorletzten Spieltag kommt es zum Showdown auf dem Ausserdorf. Nach einem Spielabbruch, verursacht durch beide Teams und Wädenswiler Zuschauer, setzt der Verband ein Wiederholungsspiel an, welches Juve mit 3:2 für sich entscheidet. Nach einem Rekurs Wädenswils lässt der Verband beide Teams aufsteigen. Um eine konkurrenzfähige Mannschaft in die 3. Liga starten zu lassen, werden die Teams der 1. Mannschaft und des SC Juventus vereint.

Rangliste 4. Liga

1. Affoltern a.A.            16/40               1. Siebnen b               16/39

2. Siebnen a                16/36               2. Wädenswil c           16/37

3. Wädenswil a           16/33               3. Adliswil a                16/27

4. Oberrieden              16/24               4. Birmensdorf           16/26

5. Lachen/Altendorf    16/22               5. Uitikon                    16/21

6. Orense                    16/13               6. Fenerbahce ZH      16/21

7. Kilchberg-R. b        16/12               7. Urdorf                     16/19

8. Galatasaray            16/10               8. Rot-Weiss 64          16/09

9. Langnau a.A.          16/07               9. Orense c                16/04

10 Freienbach           16/00               10. Wiedikon              16/00

Schwierige Saison der 2. Mannschaft

Eine schwierige Saison bringt die 2. Mannschaft hinter sich. Einerseits können im Herbst ganze 5 Spiele absolviert werden. Zudem holt die Mannschaft in diesen 5 Spielen nur gerade 1 Punkt. Das Siebner „Zwei“ hat einen äusserst schmalen Kader. Ohne die Unterstützung der anderen Mannschaften und auch der Junioren könnte die Saison nicht ordnungsgemäss durchgespielt werden. Trotz allem, die Organisation der Unterstützung klappt und die Mannschaft kann sich nach anfänglichen Problemen im Frühjahr steigern. Zwischendurch legt sie gar eine Serie von 3 aufeinander folgenden Siegen hin. Der 7. Schlussrang in der Zehnergruppe ist denn zwar nicht das Gelbe von Ei, aber immerhin....

Senioren / Veteranen: Das Ende einer Äera

Die Senioren legen eine gute Saison hin und erreichen in der Meisterschaft wie schon im Vorjahr wieder den 2. Rang. 25 Punkte aus 14 Spielen sind ein verdientes Resultat für die Bewältigung der personellen Schwierigkeiten während des ganzen Jahres. Immer wieder müssen Veteranen einspringen, damit die Seniorenmannschaft vollzählig antreten kann, obwohl das Kader dank Neuzuzügen und Genesung verletzter Spieler wieder etwas aufgestockt werden kann. Trotz all diesem Ungemach verpassen die Siebner Senioren am Hallenturnier in Jona erst im letzten Spiel den Finaleinzug.

Was sich seit längerer Zeit abgezeichnet hat, ist nun Realität geworden: Die Anzahl Spieler reicht nicht mehr aus, um sowohl mit einer Senioren- als auch mit einer Veteranenmannschaft ordnungsgemäss am Meisterschaftsbetrieb teilnehmen zu können. Teilweise müssen gar Spiele wegen mangelndem Personal abgesagt werden, was natürlich für die Mannschaft und die Gegner unangenehm ist. Das Resultat der Veteranen spricht denn auch eine deutliche Sprache. Die frühere Spitzenmannschaft fällt auf den zweitletzten Platz zurück, mit nur gerade 9 Punkten aus 14 Spielen. Die Auflösung der Veteranen-Mannschaft ist damit perfekt, was der Vorstand natürlich sehr bedauert, sind die Veteranen doch in jeder Beziehung eine wichtige Stütze des Gesamtvereins. 

Juniorenabteilung

Personelle Engpässe ergeben sich auch bei den A-Junioren. Drei Spielern gelingt der Sprung in die 1. Mannschaft (an sich erfreulich), einige wollen wegen der Lehrabschluss-Prüfungen mit dem Fussball kürzer treten. So muss die Mannschaft immer wieder mit B-Junioren ergänzt werden. Der fünfte Schlussrang in einer Neunergruppe ist dann wohl noch das Beste, was möglich war.

Folgen hat die Gesamtsituation auch für die B-Junioren. Verläuft der Saisonbeginn noch recht gut (die Mannschaft kommt auch im Cup noch eine Runde weiter), stellt sich das (zu) kleine Kader dann aber bald als Problem heraus. Das führt soweit, dass die Mannschaft noch während des Meisterschaftsbetriebes zurückgezogen werden muss.

Erfolgreicher können die von Thomas Bodmer trainierten C-Junioren ihre Saison gestalten. Während der ganzen Saison immer vorne dabei geht es im letzten Spiel gegen Richterswil gar um den Aufstieg in die Elite-Klasse. Das Spiel wird dann zwar (unglücklich) verloren. Gesamthaft ist es aber eine sehr gute Saison für die Junioren C.

Die D1-Junioren unter Fredy Hüppin tun sich in der Elite-Klasse ziemlich schwer. So setzt es in den meisten Spielen Niederlagen ab. Erst zum Saisonende fängt sich das Team wieder etwas und spielt den Fussball, zu welchem es eigentlich fähig wäre.

Eine positive Bilanz vermelden die D2-Junioren von Patrick Kühne und die D3-Junioren von Norbert Mächler und Marc Zwahlen. Den D3-Junioren gelingt gar das Kunststück, die ganze Frühjahresrunde ohne Punktverlust zu absolvieren. Auch die D4-Junioren unter Rolf Meister erreichen ihr Ziel: Sie gewinnen im Frühjahr ihre ersten beiden Spiele.

Die Fussballschule verzeichnet beim Hallenturnier in Wagen einen Sieg und einen 2. Rang. Die Freiluftsaison ist von den Wetterkapriolen gezeichnet, so dass gleich eine ganze Reihe von Turnieren abgesagt werden müssen. Wenn aber gespielt werden kann, sind die Siebner immer mit vorne dabei. 

Veranstaltungen mit unterschiedlichem Erfolg

Weil das Vereinsjubiläum vom Vorjahr nicht den gewünschten Erfolg einbrachte, rafft sich das OK nochmals auf und engagiert die Kultband „Summerwind-Projekt“. Die Band liefert denn auch eine in jeder Beziehung perfekte Show ab. Der Abend war aber derart warm, dass sich einmal mehr einfach zu wenige Leute in der Halle in Pfäffikon einfanden. Das Resultat ist denn auch ernüchternd. Einmal mehr liegen Aufwand und Ertrag sehr weit auseinander.

Am Chlausabend glänzt ein grosser Teil des Vereins mit Abwesenheit, obwohl für die Besucher ein attraktives Programm zusammen gestellt wird. Der Samichlaus-Besuch, der Magier Martin, Musik und Tanz sowie ein feines Nachtessen mögen die Mitgliedschaft nicht in der gewünschten Anzahl anzulocken.

Bei kühlem, aber schönem und trockenem Wetter entwickelt sich das Siebner Beizenturnier zum erwartet grossen Volksfest. Nicht nur die Sportler selbst, sondern auch die Fans und Zuschauer erfreuen sich am fairen, nicht immer ganz todernsten Sport. Das Besondere an diesem Anlass ist es ja, dass nicht einfach nur Fussball gespielt wird, sondern der Sieger aus einer Kombination von Fussball, Korbball und Zielsteinstossen ermittelt wird.

1999/2000 | Der SCS in den roten Zahlen! / Vorstand und Mitgliedschaft entmutigt / www.sc-siebnen.ch geht online

Die Situationsanalyse durch Präsident Urs Ruoss, aber auch durch die Rechnungsprüfer Joe Schmalz und Robert Schnyder anlässlich der Generalversammlung vom 24.03.2000 fällt ernüchternd aus. Der Verein ist finanziell derart am Abgrund, dass er eigentlich zahlungsunfähig ist. Generell lässt die Stimmung im Verein an allen Ecken und Enden zu wünschen übrig. Die Rechnungsprüfer beantragen deshalb, dass die Rechnung nur unter der Voraussetzung abgenommen wird, dass umgehend, ohne jeden Verzug die finanzielle Sanierung des Vereins an die Hand genommen wird. In einem dramatischen Präsidentenbericht ruft der Präsident die Mitglieder auf, die Reihen zu schliessen und alles zu unternehmen, den Verein zu retten. Die Generalversammlung beschliesst als Sofortmassnahme, den Mitgliederbeitrag anzuheben und gleichzeitig, das Ausgaben-Budget um 7% zu kürzen. Kassier Dani Hüppin lässt sich nicht wiederwählen, stellte sich aber einstweilen interimistisch zur Verfügung. Zum Dank für seine langjährige Arbeit als Vereinskassier wird Daniel Hüppin zum Freimitglied ernannt. Ebenfalls nicht mehr wählen lassen sich Aktuar Adrian Camenisch und Juniorenobmann Rolf Meister. 

Im Verein sind aber neben den finanziellen auch andere Probleme zu lösen. Vakant sind die Ressorts Juniorenobmann und Aktuar (neben dem Kassieramt, das interimistisch geführt wird). Aber auch die Schiedsrichter, die für den SCS pfeifen, werden immer weniger, so dass Bussen oder gar ein Mannschaftsausschluss droht. Wie meist, fehlen auch wieder eine Anzahl von Juniorentrainern. 

Aber doch noch etwas erfreuliches: www.sc-siebnen.ch geht online. Norbert Mächler als Webmaster und Werner Murer als Vorstandsdelegierter schaffen eine Homepage, die sich auch im Vergleich zur Konkurrenz sehen lassen kann. Eine gelungene Sache, die zeigt, dass der SCS nicht nur kriselt, sondern auch die Zukunft in Angriff nimmt. 

1. Mannschaft in extremis

In der ersten Hinrunde in der 3. Liga nach drei Jahren Absenz läuft es der 1. Mannschaft nicht sonderlich gut. Mit nur gerade je zwei Siegen und Unentschieden beendet die Mannschaft die Vorrunde auf dem drittletzten Platz, also noch unter dem Strich. Mit einigen wenigen Verstärkungen vom SC Juventus und aus den Junioren startet die Mannschaft nach einem Trainingslager in Imola mit einem Sieg und einem Unentschieden in die Rückrunde. Trotz allem kommt die Mannschaft in der Tabelle nicht vom Fleck, erleidet in Wollishofen, Einsiedeln und Wädenswil gleich drei Niederlagen in Serie und liegt immer drei Punkte hinter einem Nichtabstiegsplatz. Nach einem Sieg über Feusisberg/Schindellegi hätte im Spiel gegen Buttikon die Chance bestanden, zu den Obermärchlern aufzuschliessen. Ein Unentschieden und damit der status quo spricht aber keineswegs für die Siebner, die zudem gleich die nächsten beiden Niederlagen aneinander reihen. Mit 3 Siegen in den letzten 3 Spielen ziehen die Siebner am zweitletzten Spieltag an Buttikon vorbei. So retten sich die Siebner in extremis und stossen Gemeinderivale Buttikon mit einem Punkt Vorsprung in die 4. Liga. 

Der SC Juventus stellt neben den Spielern für die erste Mannschaft zusätzlich ein Team in der 4. Liga. Einige Neulinge integrieren sich sehr schnell und zeigen sofort ihre Fähigkeiten auf dem Rasen. Die Mannschaft unter der Leitung von Pasquale Nigro und Luigi Corciulo erreicht in der Vorrunde den beachtlichen 6. Rang mit 13 Punkten aus 9 Spielen. In der Rückrunde kann die Mannschaft dann nicht mehr an diese Leistung anknüpfen, holt nur noch 3 Punkte und beendet die Meisterschaft auf dem enttäuschenden 7. Rang von neun Mannschaften. 

Die 2. Mannschaft zeigt in der Hinrunde einen tollen Start bis weit in den Herbst hinein. Nach dieser eindrücklichen Serie, folgen dann aber zum Saisonschluss drei Niederlagen, die die Mannschaft nach 9 Spielen mit 11 Punkten auf den 6. Platz zurück binden. Im Winter ist zudem ein Trainerwechsel zu verzeichnen. Nach René Signer ist nun neu Marco Knobel zusammen mit Roland Dobler an der Seitenlinie verantwortlich. In der Rückrunde legt das Zwei einen veritablen Fehlstart hin. Durch vier Niederlagen in Serie wird die Mannschaft in der Tabelle nach hinten gereicht. Nun besinnt sie sich aber doch eines Besseren. Mit der Unterstützung des Gesamtvereins werden nun 10 Punkte in Folge eingefahren und zum Saisonschluss nochmals ein Sieg, so dass die Mannschaft letztlich auf Rang 5 landet mit 24 Punkten aus 18 Spielen. 

Senioren top und flop

Einige neue Spieler werden in die Mannschaft integriert. Andererseits kann wegen vieler Absenzen nie ein eingespieltes Team antreten. Im Cup übertreffen die Senioren aber alle Erwartungen und erreichen nach drei siegreichen Runden den Viertelfinal. Unter der Belastung der vielen Spiele (verbunden mit dem schmalen Kader) muss die Mannschaft der Belastung (9 Spiele in 5 Wochen) Tribut zollen und erreicht nach der Vorrunde nur gerade Rang 7 in der Neunergruppe. 

Juniorenabteilung: Licht und Schatten

Alles hat seine Schattenseiten. Unter diesem Motto muss nach der Vorrunde die A-Junioren-Mannschaft zurückgezogen werden. In der 1. Mannschaft spielen sechs bis sieben A-Junioren. Weitere Spieler springen aus beruflichen Gründen ab. Ein Junioren-B-Team, welches Spieler anbieten könnte, besteht nicht. So kann keine Meisterschaft gespielt werden. Die Spieler werden deshalb in die Aktivmannschaften eingegliedert und versuchen dort, sich einen Stammplatz zu erobern.

Die C1-Junioren zahlen in der 1. Stärkeklasse in der Vorrunde einiges an Lehrgeld. Mit 10 Punkten aus 11 Spielen liegt die Mannschaft auf dem 9. Rang von 12 Teams. Erfreulich dann die Steigerung in der Rückrunde: Mit 18 Punkten aus 9 Spielen beenden die C-Junioren ihre Saison auf dem guten 4. Rang.

Erfreuliches ist im Frühjahr auch von den D1-Junioren zu vermelden. Mit 8 Siegen und nur je einem Unentschieden und einer Niederlage wird die Mannschaft Gruppensieger in der 1. Stärkeklasse. Ebenfalls ansprechend die D2-Junioren, die sich im Frühling enorm steigerten und mit 18 Punkten aus 8 Spielen den 3. Rang erreichten. 

Die Juniorenabteilung führte ausserdem durch: Das Chlausturnier für C-, D-, E- und F-Junioren, die Papiersammlung im ganzen Dorf, den 1. Bâloise-Cup für D-Junioren in der Mehrzweckhalle Altendorf, das Büelturnier für D-, E- und F-Junioren, den Bank Linth Cup im Ausserdorf für E- und F-Junioren, wo die Siebner sowohl bei den E- wie auch bei den F-Junioren als Turniersieger ausgerufen werden konnten.

2000/01 | Tumultähnlichen Zustand an der GV. Eine Findungskommission präsentiert einen neuen Vorstand. Peter Ziltener übernimmt die Führung des Vereins.

Die seit der GV 2000 vakanten Vorstandschargen können auf die neue Saison hin wieder besetzt werden. Aus den Reihen der Ehren- und Freimitglieder stellen sich Peter Caviezel als Aktuar und Peter Wetli als Beisitzer zur Verfügung. Ausserdem wird mit Ueli Marty eine starke Persönlichkeit als Juniorenobmann rekrutiert.

Etwelche Turbulenzen ergeben sich rund um die Generalversammlung vom 16. März 2001: Der Rücktritt von gleich vier Vorstandsmitgliedern bewegt eine Gruppe des Vereins, einen vollkommen neuen Vorstand zu präsentieren, welcher sich in globo wählen lassen will. Die Generalversammlung lehnt jedoch dieses Vorhaben ab, was dazu führt, dass sich alle Kandidaten zurückziehen. Die zurücktretenden Vorstandsmitglieder Urs Ruoss (Präsident), Josef Schuler (Vizepräsident und Platzwart), Vreni Forster (Sekretärin), Roger Waldner (Sport-Koordinator) und Werner Murer (Veranstaltungen) werden einstimmig zu Freimitgliedern ernannt. Der Verein wird vom bisherigen Vorstand ad interim weiter geführt, womit die schwere Zeit überbrückt werden kann.

An der a.o. Generalversammlung vom 18.05.2001 kann dann die Findungskommission unter Kurt Schnekenburger und Roland Nigsch einen beinahe kompletten Vorstand unter der Leitung des Freimitglieds Peter Ziltener präsentieren, der auch problemlos gewählt wird. Der Vorstand besteht nun aus: Peter Ziltener, Präsident; Ambros Vogt, Vizepräsident und Platzwart; Dani Hüppin und Röbi Schnyder, Kassieramt; Caroline Kessler, Aktuarin; Urs Ruoss, Sekretär; Ueli Marty, Juniorenobmann; Martin Reichmuth, Sport-Koordinator. Unbesetzt bleibt noch das Ressort Veranstaltungen.

Erstmals wird das Clubhaus-Restaurant Anfang 2001 verpachtet. Hanspeter und Bernadette Heuberger führen das Clubhaus zusammen mit ihren Töchtern. Durch die professionelle Führung und die vermehrten Öffnungszeiten wird das Clubhaus-Restaurant zu einem beliebten Treffpunkt.

Anlässlich seiner 1. Mitgliederversammlung analysiert der neue Präsident Peter Ziltener den Zustand des Vereins. Die finanzielle Sanierung, eingeleitet im Vorjahr, scheint auf gutem Wege zu sein, die Vereinsstruktur ist in Ordnung. Die ganze Arbeit wird auch dadurch erleichtert, dass die sportlichen Ergebnisse der vergangenen Saison keine zusätzliche Unruhe verursachten.

1. Mannschaft – Im Mittelfeld etabliert

Nach 4 Siegen, 2 Unentschieden und 5 Niederlagen, also  mit 14 Punkten beendet die 1. Mannschaft die Vorrunde ihrer zweiten Drittliga-Saison auf dem 8. Rang. Die junge Mannschaft hat sich damit im Mittelfeld der 3. Liga etabliert. Auffallend ist, dass die Mannschaft gegenüber der Vorsaison erheblich an Konstanz gewonnen hat und keine hohen Niederlagen mehr einfährt. In der Rückrunde holt sich die Mannschaft in den ersten acht Spielen ungeschlagen 16 Punkte, die zum problemlosen Ligaerhalt ausreichen. Diese Konstellation mag wohl auch einer der Gründe für die beiden Niederlagen zum Saisonschluss hin sein. Mit dem 8. Rang muss die Mannschaft nie zittern, was auch eine neue Erfahrung für viele Beteiligte darstellt.

Der SC Juventus erhält mit Slavko Drmic einen neuen, wiederum sehr qualifizierten Trainer, der jedoch die neu zusammen gestellte Mannschaft vorerst zu einer Einheit zu formen hatte. Der Mittelfeldplatz 5 mit 12 Punkten lässt für den Frühling noch einiges erwarten. Tatsächlich verbessert sich die Mannschaft in der Rückrunde nochmals entscheidend, holt in 12 Spielen 23 Punkte und beendet die Saison auf dem 3. Platz.

Etwas durchzogen ist die Saison der 2. Mannschaft, die zwar den 4. Platz erobert, aber doch sieben Niederlagen einstecken muss. Ähnliches lässt sich von den Senioren sagen, die genau in der Tabellenmitte landen, mit sieben Siegen, sieben Niederlagen und zwei Unentschieden.

Erstmals E-Junioren in der Meisterschaft

Als Premiere werden erstmals E-Junioren zur Meisterschaft angemeldet, wobei die Siebner gleich den Gruppensieg erreichen.

Patrick Kühne motiviert diverse Spieler, bei den B-Junioren wieder in den Fussball einzusteigen, so dass die Mannschaft mit einem idealen 20-Mann-Kader starten kann. Trotzdem fängt die Meisterschaft sehr schlecht an, holen die Siebner doch in den ersten drei Spielen keinen einzigen Punkt. Nun gings aber los: In den nächsten 5 Spielen siegten die Siebner viermal und holten 12 Punkte und noch den 7. Schlussrang. In der 1. Stärkeklasse im Frühjahr sind die Siebner B-Junioren dann doch etwas überfordert und beenden die Saison im 10. Rang mit nur 3 Punkten aus 9 Spielen.

Die C1-Junioren mit ihren Trainern Fredy Hüppin und Andy Rüttimann marschieren in der 2. Stärkeklasse durch die Herbstrunde und werden ohne Punktverlust Gruppensieger In der 1. Stärkeklasse weht im Frühling dann gleich ein umgekehrter Wind, so dass die Mannschaft ohne Punkt Letzte wird. Auch die D1-Junioren werden im Herbst ohne Niederlage Gruppensieger und Aufsteiger in die 1. Stärkeklasse. Auch dort hält sich die Mannschaft von Carlo Kaiser immer in der Spitzengruppe und wird im Schlussklassement Dritte. Die D2-Junioren etablieren sich in der 2. Stärkeklasse in der Spitzengruppe (3. Rang im Herbst). Für die 1. Stärkeklasse reicht das Potenzial dann aber doch nicht, wobei auch mehr als die Hälfte der Spiele witterungsbedingt abgesagt werden müssen.

Als Veranstaltungen werden das 7. Beizenturnier, das 3. Senioren- und Veteranenturnier, das 14. Internationale Junioren-A-Turnier, der 2. Bank-Linth-Cup sowie die Jahrmarkt-Tombola durchgeführt. Beim Junioren E- und F-Turnier gewinnen die einheimischen Siebner im Penaltyschiessen. Die Papiersammlung der Juniorenabteilung ergibt wieder einmal ein Rekord-Resultat. Anlässlich der 14. Austragung des Internationalen Fussballturniers für A-Junioren vom August 2000 werden Helmuth Amann und Peter Ziltener zu Ehrenmitgliedern des deutschen Gastvereins SV DJK Vikoria Dieburg ernannt (für langjährige Freundschaft).