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WILLKOMMEN BEIM SC SIEBNEN

, Ferramosca Giuseppe

Die 3. Liga erwartet eine selten spannende Rückrunde

Siebnen, Wollerau, Buttikon, Lachen 2, Freienbach 2 spielen alle in der 3. Liga. In der Tabelle liegen sie vor der Winterpause weit auseinander. Fürs Frühjahr gilt: Aufstieg, Ligaerhalt, Abstieg – alles ist noch möglich. von Michel Wassner und Bruno Füchslin.

Das aktuell beste Team der 3. Liga ist der SC Siebnen. Tabellenplatz 1, 31 Punkte, zehn Siege, keine Niederlage. Will heissen: Die zweite Liga winkt. Stand jetzt ist ein Aufstieg zum Greifen nahe.
Einziges Manko der Märchler sind die Strafpunkte. Am anderen Ende der Tabelle auf dem vorletzten Platz, liegt Buttikon, Rang 11. Sieben Punkte, acht Niederlagen. Im schlimmsten Fall wird ein Abstieg zum Thema. Es braucht mehr «Schlachtenglück» und weniger Gegentore. Dazwischen: Freienbach2 auf Platz 3, Lachen/Altendorf 2 auf Rang 7, Wollerau auf der 10. Interessanter also könnte die Rückrunde kaum werden.

 

 

Wohin bewegen sich die Liga-Mutationen?

Am letzten Wochenende beendeten die regionalen Drittligavereine die Herbstrunde. Die fünf Ausserschwyzer Teams sind in der Gruppe 1 unterschiedlich klassiert.

von Bruno Füchslin

 

Man nehme die Vorrundentabelle, multipliziere alle Zahlen und hätte damit den Glaskugelblick auf den Saisonschluss. Dies Hypothetische ergäbe den Aufstieg des SC Siebnen und die Relegation des FC Buttikon. Aber zum Glück bleibt der Ball rund (ausser bei einem Eckball …), und die Saison-Halbzeitbilanz bleibt eine Bestandesaufnahme.

 

Siebnen stellt bestes Drittligateam

Die zuletzt jeweils knappen Nicht-Aufstiege des SC Siebnen scheinen die Mannschaft deutlich gefestigt zu ha-ben. Nicht nur führt der SCS mit drei Punkten Vorsprung auf Einsiedeln die Herbstrundentabelle der Gruppe 1 an. Die Märchler stellen das punktbeste Team aller 72 Drittligavereine der Region, weisen mit nur fünf Gegentreffern die regional statistisch beste Defensive aus und sind – zusammen mit Wald – das einzige Team ohne Niederlage.
Verfolger Einsiedeln konnte mit 2:1 besiegt werden, dies schaffte die bestehende Drei-Punkte-Differenz.

In der Rückrunde muss Siebnen in jedem Spiel die Favoritenrolle bestätigen – ein Umstand, der bereits in diesem Herbst eher beflügelte denn hinderlich war. In Anbetracht dessen, dass alle elf Partien auswärts ausgetragen werden mussten, ist die erwähnte Ausbeute zusätzlich beeindruckend.

Negativ angemerkt werden muss einzig, dass die Zahl in der Strafpunktespalte erneut viel zu hoch ist und das Team im Hinblick auf diesen lauernden Zusatz- oder Negativpunkt teils schlicht fahrlässig umgeht. 50 Strafpunkte (4,5 pro Spiel) sind im Wettbewerb gegen Verfolger Einsiedeln (20; 1,8 pro Partie) so gut wie aussichtslos nicht mehr korrigierbar. Es sollte ja nicht sein, dass eine allfällige Promotion an der geltenden Regelung (bei gleicher Punktzahl sind als erstes Klassierungskriterium die Strafpunkte massgebend) scheiterte.

Prognose: tschüss in Richtung 2. Liga.

 

Bangen um den Ligaerhalt

Wollerau (Rang 10) und Buttikon (11.) haben in den elf Vorrundenpartien acht beziehungsweise sieben Punkte geholt – oder umgekehrt deren 25 beziehungsweise 26 Zähler an die Gegnerschaft abtreten müssen. Ein Umstand, der für die Rückrunde massiv korrigiert werden müsste, wenn die beiden Relegationsplätze anderweitig vergeben werden sollen. «Unmöglich» gibts im Fussball nicht: Der Punkteabstand vom Mittelfeld abwärts ist nicht gravierend und beträgt zwischen Red Star 3 (13 Punkte) und Buttikon (7) nur sechs Einheiten. Für beide Ausserschwyzer Teams dürfte wichtig sein, dass möglichst wenige Verletzte mithelfen können, den Klassenerhalt zu bewerkstelligen. Wenn da sowohl für Wollerau als auch Buttikon noch da und dort eine Prise mehr «Schlachtenglück » hinzukommt, wäre beiden gedient.

Prognose (hier ist primär der Wunsch die Mutter des Gedankens): Es reicht für beide – aber knapp.

 

Freienbach 2: «Mächtig stolz»

Die Gruppe 1 ist mit vier zweiten Mannschaften vertreten. Das «Zwei» des FC Freienbach, auf dem dritten Rang klassiert, hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich sowohl verjüngt wie gefestigt. Für die erreichten 26 Punkte zeichnet primär die Offensive verantwortlich: 39 erzielte Treffer bedeuten die zweithöchste Ausbeute hinter Einsiedeln (50).

FCF-Sportchef Mario Zimmermann ist «mächtig stolz» auf das Erreichte: «Mit einem Team-Durchschnittsalter von plus/minus 20 Jahren dies zu erreichen, zeugt von konstant gutem Fokus sowohl im Team selbst als auch im Nachwuchsbereich, allgemein in der Zusammenarbeit innerhalb der Abteilungen.» Viele junge FCF-eigene Spieler – wird dieser und/oder jener den Sprung ins Erstligateam schaffen?

Eine zweite Mannschaft galt und gilt ja seit jeher als «Reservoir» für das weiter oben klassierte Team. Zimmermann: «Es ist ein Riesensprung, um Erstligaqualität zu erreichen. Aus diversen Gründen konnten wir in vergangenen Jahren keine Spieler integrieren. Aber es ist sicher nicht ausgeschlossen, dass aus diesem aktuellen ‹Zwei› Kandidaten erwachsen können und die Vereinsführung sicher auch die Geduld hätte, dieses Experiment zu unterstützen. »

 

FCLA 2: Mittelfeldposition festigen

Eine wichtige Vereinsrolle nimmt auch «die Zweite» beim FC Lachen/Altendorf ein. Die Märchler überwintern auf dem siebten Rang und spielten im Herbst entweder «hüst» oder «hott» – in der Unentschieden-Spalte prangt eine glatte Null. Das mit drei Treffern nur leicht negative Torverhältnis zeugt davon, dass man durchschnittlich immer «nahe dran» war. Präsident Marcel Müller beurteilt den siebten Tabellenplatz als «zufriedenstellend» und merkt an, dass vor allem die Niederlagen gegen Wollerau (2:3) und Buttikon (0:4) «unnötig» gewesen seien. So gilt das Hauptaugenmerk dahingehend, so schnell wie möglich diese Mittelfeldposition zu festigen und mit der Relegation auch rechnerisch nichts mehr zu tun zu haben. Denn: «Ein Abstieg wäre eine Katastrophe für den ganzen Verein und würde uns im Bestreben, junge Spieler kontinuierlich für die ers-te Mannschaft aufzubauen, massiv zurückwerfen », zeichnet Müller das unter allen Umständen abzuwendende Szenario.

 

MarchAnzeiger vom 14.11.24