, Ferramosca Giuseppe

Würdiger Saisonabschluss und emotionale Abschiede beim SC Siebnen

Das letzte Meisterschaftsspiel der Saison 2025/26 stand auf dem Ausserdorf unter ganz besonderen Vorzeichen.

Noch bevor der Ball überhaupt rollte, rückten jene Persönlichkeiten in den Mittelpunkt, die den Weg des SC Siebnen in den vergangenen Jahren entscheidend mitgeprägt haben. Verabschiedet wurde unser hochgeschätzter Cheftrainer Pino Spagnuolo, der in den vergangenen vier Jahren mit grossem Engagement, Fachwissen und vor allem viel Herzblut eine junge Mannschaft geformt und kontinuierlich weiterentwickelt hat. Nach mehreren knapp verpassten Anläufen führte er das Team nun zum verdienten Aufstieg in die 2. Liga. Für seine ausserordentlichen Verdienste gebührt ihm der Dank des gesamten Vereins. Pino übernimmt ab der kommenden Saison die Leitung des Zweitligisten FC Wädenswil.

Ein besonders emotionaler Abschied galt zudem unserem Captain Mischa Harsch. Über viele Jahre hinweg war er nicht nur einer der wichtigsten Leistungsträger auf dem Platz, sondern auch eine prägende Persönlichkeit innerhalb der Mannschaft. Mit seinem unermüdlichen Einsatz, seiner vorbildlichen Einstellung und seinem stets fairen und respektvollen Auftreten hat er die Kultur und das Gesicht dieses Teams massgeblich mitgestaltet. Als verlängerter Arm des Trainerstaffs war Mischa auf und neben dem Platz ein echter Leader und für viele Mitspieler ein Vorbild.

Aufgrund seines Zweitstudiums wird er seine Fussballkarriere vorerst pausieren müssen. Sein sportlicher und menschlicher Wert für den SC Siebnen lässt sich kaum in Worte fassen, und sein Weggang hinterlässt eine Lücke, die nicht einfach zu schliessen sein wird. Der gesamte Verein bedankt sich bei Mischa herzlich für seinen ausserordentlichen Einsatz und die vielen unvergesslichen Momente im Dress des SC Siebnen. Wir wünschen ihm für seine berufliche und persönliche Zukunft nur das Beste und hoffen natürlich, ihn eines Tages wieder auf dem Ausserdorf begrüssen zu dürfen.

Mit ihm verabschieden sich auch John Stäger, Bilal Hasanbasic und Paco Iborra. Sie alle haben ihren Teil zu diesem sportlichen Erfolg beigetragen und den SC Siebnen in den vergangenen Jahren mitgeprägt. Der gesamte Verein bedankt sich herzlich für ihren Einsatz und wünscht ihnen für ihre sportliche wie private Zukunft von Herzen alles Gute.

die Geschichte des Aufstiegs
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Danach wurde aber auch noch Fussball gespielt. Das Spiel fand unter völlig unterschiedlichen Voraussetzungen statt. Während es für den FC Oberrieden um die sportliche Existenz in der 3. Liga ging und die Gäste mindestens einen Punkt benötigten, war die Partie für den bereits aufgestiegenen SC Siebnen sportlich von geringerer Bedeutung. Dennoch wollten sich die Märchler vor eigenem Publikum, ihren Sponsoren und zahlreichen Zuschauern nochmals von ihrer besten Seite zeigen.

 

Zudem war das Resultat auch für andere Vereine von Bedeutung, weshalb für die Siebner nie zur Diskussion stand, die Begegnung mit halber Kraft anzugehen.

Auf dem Platz wurde der Unterschied deutlich sichtbar. Die Gastgeber kontrollierten das Spiel über weite Strecken und liessen Ball und Gegner laufen. Die Gäste aus Oberrieden kämpften trotz der hohen Temperaturen aufopferungsvoll, fanden jedoch kaum Mittel, um offensiv gefährlich zu werden.

Unglücklicherweise halfen die Oberriedner bei den Gegentreffern kräftig mit. Ein Eigentor sowie zwei verursachte Penaltys bedeuteten, dass drei der vier Treffer praktisch selbst verschuldet waren. Den Schlusspunkt einer dominanten Vorstellung setzten ausgerechnet zwei Spieler, die an diesem Tag verabschiedet wurden: Paco Iborra und Captain Mischa Harsch durften sich zum Abschied nochmals in die Torschützenliste eintragen und ihrer Mannschaft ein letztes Geschenk machen.

Mit dem verdienten 4:0-Erfolg schloss der SC Siebnen eine herausragende Saison ab. Die anschliessenden Aufstiegsfeierlichkeiten fielen jedoch bewusst respektvoll aus. Aufgrund des gleichzeitigen Sieges des FC Wollerau stand fest, dass der FC Oberrieden den Gang in die 4. Liga antreten muss. Dies nahm der frischgebackene Zweitligist mit der nötigen Demut zur Kenntnis und hielten ihre Feierlichkeiten, solange der Gast noch auf dem Platz war, in Grenzen.

So endet eine Saison, die für den SC Siebnen in vielerlei Hinsicht in Erinnerung bleiben wird: als Jahr des verdienten Aufstiegs, als Abschluss eines vierjährigen Entwicklungsprozesses und als Moment des Abschieds von Persönlichkeiten, die den Verein nachhaltig geprägt haben. Nun blickt der SC Siebnen voller Vorfreude und Zuversicht auf die Herausforderungen der kommenden Zweitliga-Saison.