, Ferramosca Giuseppe

SC Siebnen krönt starke Vorrunde mit verdientem Auswärtssieg in Oberrieden

Der SC Siebnen schliesst die Vorrunde so ab, wie er sie begonnen hat – souverän, geschlossen und mit einem verdienten Sieg.

Nach einer beeindruckenden Serie von acht gewonnenen Meisterschaftsspielen und drei erfolgreichen Cup-Partien am Stück zeigte die Mannschaft zuletzt zwar leichte Abnützungserscheinungen und hatte einige Verletzungssorgen zu verkraften. So mussten die Siebner in den Spielen 12 und 13 erstmals Punkte abgeben.

Trotzdem reiste das Team am Sonntagmorgen bereits als Wintermeister nach Oberrieden – ein starker Beweis für die bisherige Konstanz und Qualität der Mannschaft.

Herausfordernde Platzverhältnisse in Oberrieden

Das Gastspiel in Oberrieden hatte es jedoch in sich. Der dortige Fussballplatz ist nach wie vor zu klein und eigentlich nicht regelkonform, wurde vom Verband aber ausnahmsweise zugelassen. Diese Entscheidung ist zwar nachvollziehbar, sorgt aber für ungleiche Bedingungen – besonders für technisch starke Teams wie den SC Siebnen, die auf grösseren Spielfeldern zuhause sind.

Zu Beginn tat sich die Mannschaft auf dem ungewohnten Terrain sichtbar schwer. Die Pässe fanden nicht immer ihr Ziel, und der enge Raum liess wenig Platz für Kombinationen. Doch mit zunehmender Spieldauer fanden die Siebner besser ins Spiel, übernahmen Schritt für Schritt die Kontrolle und zeigten ihre Klasse.

Materazzi eröffnet, Oberrieden gleicht aus

Der erste Treffer fiel in der 20. Minute: Bullaku tankte sich energisch bis in den Strafraum durch und konnte nur noch regelwidrig gestoppt werden. Den fälligen Penalty verwandelte Materazzi souverän zur 1:0-Führung.

Die Gastgeber reagierten mit viel Einsatz und nutzten in der Folge ihre Erfahrung auf dem heimischen Kleinfeld. Nach einem unübersichtlichen Gewühl im Strafraum des SCS gelang ihnen tatsächlich der Ausgleich zum 1:1 – ein klassisches „Oberrieden-Tor“, wie man es auf diesem Platz wohl nur selten verhindern kann.

Siebnen übernimmt wieder das Kommando

Der Gegentreffer wirkte für die Siebner wie ein Weckruf. Das Team übernahm fortan das Spieldiktat, drängte den Gegner tief in die eigene Hälfte und prüfte den stark aufspielenden Oberriedener Torhüter mehrfach. In der 32. Minute war es dann soweit: Bislimi reagierte auf einen Abpraller von Gar am schnellsten und brachte den SCS mit einem Abstauber erneut in Führung.

Nach dem Seitenwechsel kontrollierten die Siebner das Geschehen weiterhin klar. In der 60. Minute sorgte Galvez nach einem von Gar präzise getretenen Corner, per Kopf für die Entscheidung. Mit dem 3:1 war das Spiel gelaufen – und die Vorrunde endgültig perfekt abgerundet.

Ein starkes Zwischenfazit – und noch ein Spiel vor der Pause

Mit diesem Erfolg setzt der SC Siebnen ein deutliches Ausrufezeichen und besiegelt eine aussergewöhnlich erfolgreiche Vorrunde. Die Mannschaft hat über Monate hinweg Konstanz, Spielfreude und Charakter gezeigt – und damit eindrucksvoll bestätigt, dass sie zu den absoluten Spitzenteams der Liga gehört.

Bevor die Spieler jedoch in die wohlverdiente Winterpause dürfen, steht am kommenden Donnerstag noch der Achtelfinal im Regionalcup gegen den FC Niederweningen auf dem Programm. Auch dort will der SCS seine starke Form bestätigen und das Jahr mit einem weiteren Erfolgserlebnis abschliessen.

Nach den letzten drei Spielzeiten, in denen die Mannschaft dem Aufstieg stets ein Stück näherkam, hat sie in dieser Vorrunde eine reife, geschlossene und überzeugende Leistung gezeigt. Das macht grosse Vorfreude auf die Rückrunde – und auf alles, was noch kommen mag.

TELEGRAMM

 

-----------------------------------------------------------------------------------------------

 

 

Erste Saisonniederlage für den SC Siebnen – Wädenswil trotzt dem Favoriten

28.10.25
Am Samstagabend empfing der SC Siebnen die zweite Mannschaft des FC Wädenswil. Auf dem Papier war die Ausgangslage klar: der SCS als souveräner Tabellenführer mit bislang lauter Siegen – inklusive drei erfolgreichen Cupspielen – ging als Favorit in die Partie. Der FC Wädenswil dagegen, mit drei Siegen aus acht Partien im Tabellenmittelfeld, reiste als Außenseiter an.

Trainer Isenaj hatte jedoch den richtigen Matchplan parat: tief stehen, konsequent verteidigen und auf den überragenden Torhüter Läubli vertrauen – der an diesem Abend tatsächlich zur Schlüsselfigur wurde.

Die Siebner dominierten das Geschehen von Beginn an, doch weder zwei Pfostenschüsse noch ein Lattentreffer führten zum ersehnten Tor. Dazu kamen mehrere Glanzparaden von Läubli, der sein Team mit unglaublichem Einsatz im Spiel hielt. So ging es torlos in die Pause.

Auch in der zweiten Halbzeit bot sich dasselbe Bild: Siebnen drückte, Wädenswil verteidigte und befreite sich meist mit langen Bällen oder Befreiungsschlägen über den Zaun. In der 54. Minute dann der Schock: Nach einem harmlosen Angriff ließ Torhüter Hasanbasic den Ball unglücklich fallen, und der Wädenswiler Stürmer staubte zur völlig überraschenden Führung ab.

Der SCS reagierte mit wütenden Angriffen, doch der Abwehrriegel der Gäste hielt weiter stand. In der 88. Minute kam es dann knüppeldick: Der ansonsten souveräne Schiedsrichter entschied nach einem Zweikampf im Strafraum auf Penalty – 0:2 aus Sicht der Siebner.

In den Schlussminuten warfen die Gastgeber alles nach vorne. Der eingewechselte Dervishi traf schließlich doch noch zum 1:2, aber zu spät – kurz darauf ertönte der Schlusspfiff. Damit kassierte der SC Siebnen die erste Niederlage der Saison.

TELEGRAMM