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Torspektakel nach fast zehn Jahren Pause

Lange ist es her, seit sich Adliswil und Siebnen letztmals gegenüberstanden. Nach dem Aufstieg der Schwyzer kam es nun in der 2. Liga zur Neuauflage dieses Duells.

Und wie bereits bei der letzten Begegnung 2017 sollten die Zuschauer erneut zahlreiche Tore zu sehen bekommen.
Der Aufsteiger erwischte den besseren Start. Ailton Dervishi brachte die Siebner in der 14. Minute verdient mit 1:0 in Führung. Adliswil brauchte einige Zeit, um den Rückstand abzuschütteln, fand danach aber zunehmend besser ins Spiel. In der 31. Minute gelang Fabio Eid der Ausgleich.

Nun entwickelte sich ein offener und attraktiver Schlagabtausch. Nur fünf Minuten später brachte Alain Hofer die Märchler mit einem sehenswerten Kopfball erneut in Führung. Die Antwort der Gastgeber folgte allerdings prompt: Francisco Duarte glich nur drei Minuten später etwas glücklich zum 2:2 aus. Mit diesem torreichen Zwischenstand ging es in die Kabinen.

Nach dem Seitenwechsel erwischten die Hausherren den deutlich besseren Start. Robin Oberholzer traf unmittelbar nach Wiederanpfiff zur erstmaligen Adliswiler Führung, ehe Argjend Gashi in der 56. Minute auf 4:2 erhöhte.

Siebnen gab sich keineswegs geschlagen und stemmte sich gegen die drohende Niederlage. Mitten in der Aufholjagd folgte allerdings der nächste Rückschlag: Jon Ronner sah nach einem Trikotzupfer als letzter Mann die Rote Karte. Trotz Unterzahl kämpften die Siebner weiter und wurden in der 80. Minute belohnt. Alain Hofer erzielte mit seinem zweiten persönlichen Treffer den 3:4-Anschluss und sorgte damit nochmals für Spannung.

Kurz vor Schluss wurde die Aufgabe für die Gäste noch schwieriger. Nach einem Gerangel an der Strafraumgrenze bei einem Adliswiler Freistoss zeigte der Schiedsrichter auch Simone Materazzi die Rote Karte.

Doch selbst mit zwei Spielern weniger warf der Liga-Neuling nochmals alles nach vorne. Am Ende brachte Adliswil den knappen 4:3-Vorsprung über die Zeit und behielt in einem spektakulären und umkämpften Spiel die Oberhand.

Trotz der vier Gegentreffer zeigte Kai Brinker bei seinem Debüt im Siebner Tor eine starke Leistung. Bei den teilweise äusserst unglücklich zustande gekommenen Gegentoren war für ihn wenig auszurichten. Dafür stellte der Neuzugang bei zwei Glanzparaden eindrücklich sein Können unter Beweis und bewahrte seine Mannschaft damit im Spiel.

Für die Siebner blieb damit beim 2.-Liga-Comeback trotz drei Auswärtstoren, einer guten Leistung und grossem Kampfgeist nichts Zählbares. Die gezeigte Leistung macht jedoch Mut für die kommenden Aufgaben.